Star Wars: Galactic Racer klingt erst mal wie ein einfacher Fan-Wunsch: schnell fahren, enge Kurven, Podracer, viel Chaos. Die erste spielbare Vorschau zeigt aber, dass hier mehr drinsteckt als nur ein neues Star-Wars-Rennspiel.
Fuse Games setzt auf Arcade-Rennen mit Takedowns, Fähigkeiten und einem Roguelite-Aufbau. Wenn du einen Lauf verlierst, startest du neu, nimmst aber freigeschaltete Sachen mit. Das kann nerven, passt hier aber ziemlich logisch zum Rennformat.
Worum es geht
Du spielst Shade, der in einer illegalen Rennserie im Outer Rim landet. Dort sind Regeln eher locker. Kestar Bool steht als großer Gegner im Weg, und dein Ziel ist klar: in der Rangliste nach oben fahren und ihn vom Spitzenplatz holen.
Gefahren wird nicht nur mit einem Fahrzeugtyp. Genannt werden Speederbikes, Skim-Speeder, Landspeeder und Podracer. Das ist wichtig, weil sich die Podracer in der Demo deutlich anders anfühlten: schneller, aber auch viel zerbrechlicher.
Zwischen den Rennen läufst du im Paddock der jeweiligen Planeten herum. Dort kannst du mit anderen Fahrern sprechen, dein Fahrzeug bei Hibi aufrüsten, Optik anpassen oder mit Darius Pax reden, der die Rennserie organisiert.
Roguelite, aber mit Renn-Druck
Das spannendste System ist der Lauf-Aufbau. Du brauchst einen Liga-Token, um weiterzumachen. Verlierst du ihn in einem Eliminator-Rennen, beginnt der Durchgang wieder von vorne.
Eliminator heißt: Am Ende jeder Runde fliegt die Person auf dem letzten Platz raus. Das kennt man sehr ähnlich aus Burnout. In der Demo konnte ein zu aggressiver Takedown in einer Kurve schon reichen, um später in der Wand zu landen und nicht mehr rechtzeitig aufzuholen.
Ganz verloren ist ein gescheiterter Lauf aber nicht. Kosmetische Freischaltungen und freigespielte Fähigkeiten bleiben erhalten. Dadurch soll jeder neue Versuch etwas besser planbar werden.
Crashs wie bei Burnout
Dass bei Fuse Games mehrere Burnout-Veteranen sitzen, merkt man besonders bei den Takedowns. Wenn du Gegner in die Wand drückst oder sie hart erwischst, setzt das Spiel auf eine Zeitlupen-Kamera für den Crash. Das erinnert sehr klar an Burnout.
Die KI wirkt nach den Demo-Eindrücken nicht brav. Andere Fahrer versuchen ebenfalls, dich in schlechte Positionen zu drücken. Wer nur geradeaus boostet, wird wahrscheinlich schnell bestraft.
Das ist gut für ein Arcade-Rennspiel. Galactic Racer soll schnell sein, aber nicht stumpf. Du musst driften, Gefahren lesen, Abkürzungen treffen, den Nachbrenner nutzen und gleichzeitig aufpassen, dass dich niemand wegschiebt.
Start und Fähigkeiten zählen sofort
Vor dem Rennen gibt es zwei kleine Start-Momente. Erst drückst du eine angezeigte Tastenfolge. Klappt das im kurzen Zeitfenster, bekommst du einen Vorteil, zum Beispiel einen vorbereiteten Nachbrenner oder einen vollen Schild.
Danach kommt ein Start wie bei Mario Kart: Du hältst den Gashebel in der richtigen Zone, sobald die grüne Flagge fällt. Bei Rennen, die sehr knapp entschieden werden können, ist dieser Start wichtiger, als er klingt.
Im Rennen selbst entscheiden die Fähigkeiten viel. Der Schild hilft, wenn andere Fahrer dich rammen wollen. Ramjet funktioniert wie ein starker Schub, kann aber überreizt werden. Treibst du es zu weit, kann dein Fahrzeug explodieren.
Dazu kommen Modifikatoren. Einer davon senkt den Ramjet-Verbrauch bei Sprüngen um 50 Prozent. Solche Upgrades könnten später dafür sorgen, dass sich dein Fahrzeug wirklich nach deinem Spielstil anfühlt.
Planeten mit eigenen Gefahren
Die Strecken unterscheiden sich nicht nur optisch. Jakku hat keine Temperaturprobleme. Auf Lantaana liegen Magmaflecken auf der Strecke, die dein Fahrzeug überhitzen können. Auf Ando Prime musst du durch Heiztunnel fahren, damit du nicht einfrierst und langsamer wirst.
Das klingt nach einem guten Trick gegen langweilige Strecken. Du fährst nicht nur Ideallinie, sondern achtest auch auf die Umgebung. Dazu kommen Abkürzungen, die sehr genau getroffen werden müssen.
Podrennen wirken am härtesten
Der Podracer-Teil lief in der Demo außerhalb des normalen Roguelite-Laufs im Arcade-Modus. Auf Tatooine gab es eine enge Schlucht, in der ein Fehler direkt hart bestraft wurde.
Podracer sind schneller als die anderen Fahrzeuge, halten aber weniger aus. Es gibt auch eine Cockpit-Perspektive. Die sieht bei einem Podracer sicher cool aus, dürfte aber noch mehr Reaktion verlangen.
Für wen das spannend ist
Wenn du Star Wars magst und früher gern Arcade-Racer gespielt hast, solltest du Galactic Racer im Blick behalten. Die Mischung aus Burnout-artigen Takedowns, Podrennen und Roguelite-Läufen ist nicht ganz normal.
Ein Risiko bleibt: Roguelite kann schnell nerven, wenn man wegen eines kleinen Fehlers neu starten muss. Hier scheint das System aber Sinn zu ergeben, weil Eliminator-Rennen sowieso auf Druck und Fehler ausgelegt sind.
Der Release ist für den 6. Oktober geplant. Bis dahin wäre besonders spannend, ob die Startsequenzen im fertigen Spiel abwechslungsreicher werden und wie viele Fähigkeiten und Strecken am Ende wirklich drinstecken.
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Jüngster Autor im GoodGame.Ruhr Team mit frischem Blick auf moderne Gaming-Trends. Spezialisiert auf Battle Royale Games, Esports und die neuesten Gaming-Technologien. Bringt die Perspektive der Gen-Z in unsere Berichterstattung.