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Review

Rhythm Paradise Groove im Test: Schnell im Takt, viel Spaß

Alex
  • 1 Min. Lesezeit

Rhythm Paradise Groove ist genau so ein Spiel, bei dem du am Anfang denkst: Sieht ja ziemlich simpel aus. Dann verpasst du drei Beats, ein Fußball fliegt traurig weg und plötzlich willst du es direkt nochmal schaffen.

Der neue Teil kommt am 2. Juli für Switch und Switch 2. Es ist das erste neue Rhythm Paradise seit über zehn Jahren, und das merkt man nicht daran, dass alles riesig und laut ist. Es geht eher darum, dass fast jede kleine Aufgabe sofort klar ist und trotzdem richtig fordern kann.

Worum es geht

Rhythm Paradise Groove besteht aus kurzen Minispielen. Viele dauern ungefähr zwei bis drei Minuten. Du drückst im richtigen Moment Tasten, weichst aus, schiebst Dinge, zerschlägst Sachen oder reagierst auf das, was der Song vorgibt.

Die Minispiele hängen kaum zusammen. Genau das macht den Stil aus. Mal hüpfst du als Comic-Figur durch neonfarbene Ringe, mal jonglierst du Gemüse am Strand, schickst Frösche von Seerosen in Richtung Weltraum oder fängst Pudding als Roboter mit Laseraugen.

Die Steuerung bleibt schnell im Kopf

Früher kam die Reihe oft mit sehr wenigen Eingaben aus. Groove nutzt mehrere Knöpfe, manchmal auch gleichzeitig. Das macht die Aufgaben etwas spannender, ohne dass du erst lange lernen musst.

Wenn ein Auto bremsen und beschleunigen soll, passen zwei Knöpfe einfach. Wenn bei Tanznummern links und rechts wichtig sind, nutzt du die Richtungstasten. Bei schnellen Beat-Folgen gibt es auch andere Belegungen. Das ist gut, weil nicht jeder gleich schnell auf die gleichen Tasten klarkommt.

Hören ist fast wichtiger als gucken

Viele Spiele funktionieren so stark über den Beat, dass du sie fast nur mit den Ohren spielen könntest. Das ist cool, weil Rhythm Paradise Groove dich nicht mit Anzeigen vollpackt. Du hörst, wann etwas passieren muss.

Trotzdem sind die Bilder wichtig. Figuren wippen im Takt. Kleine Begleiter springen genau im richtigen Moment. Menschenmengen rufen Kommandos oder heben die Arme. Wenn du eine Aufgabe öfter spielst, merkst du schnell, dass die einfachen Bilder nicht faul sind. Sie helfen dir.

Was gut ist

  • Die Musik trägt fast alles. Der Beat sagt dir, was du tun sollst.
  • Die Minispiele sind kurz. Du kannst schnell noch eins machen, und dann noch eins.
  • Fehler fühlen sich klar an. Ein schlecht getroffener Fußball fliegt schwach weg, verpasstes Obst landet auf dem Boden.
  • Die Remix-Stages sind stark. Nach vier Aufgaben kommt ein neuer Song, der diese Spiele zusammenmischt.
  • Es gibt viel Inhalt. In der Kampagne warten 80 Rhythmusspiele.

Was nerven kann

Die Grafik kann am Anfang abschrecken. Sie ist sehr reduziert und wirkt bewusst einfach. Wenn du Spiele vor allem wegen großen Effekten spielst, musst du dich erst darauf einlassen.

Außerdem kann Rhythm Paradise Groove gemein wirken, wenn du knapp neben dem Takt liegst. Das Spiel zeigt dir Fehler sehr direkt. Für mich passt das hier, weil du meistens sofort weißt, warum es nicht geklappt hat.

Remixe, Bonuszeug und neue Modi

Nach jeder Runde bekommst du eine Bewertung. Du musst mindestens ein „Aber nur ok“ schaffen, damit es weitergeht. Bei „Spitze“ gibt es Medaillen. Bei „Perfekt“ schaltest du weitere Spielchen, Varianten und Modi frei.

Besonders spannend sind die Remix-Stages. Nach vier Minispielen kommt ein Medley mit neuem Song. Dabei werden Aufgaben und Bilder neu gemischt. Das kann lustig sein, aber auch schwerer als erwartet.

Zusätzlich gibt es einen eigenen Dungeon-Crawler-Modus. Dort feuerst du Zaubersprüche ab, indem du Tasten in der richtigen Reihenfolge und im Takt drückst. Bosskämpfe sind auch dabei.

Multiplayer auf dem Sofa

Lokal können bis zu vier Leute mitspielen. Dafür gibt es 30 weitere Minigames. Ihr könnt zusammen spielen oder schauen, wer das bessere Taktgefühl hat.

Das passt gut zu einem Abend auf dem Sofa. Nicht, weil es wie ein riesiges Partyspiel wirkt, sondern weil jeder schnell versteht, was zu tun ist. Wenn dann ein Zwiebelkopf Barthaare bekommt oder jemand komplett aus dem Beat fällt, lacht man halt.

Für wen lohnt es sich

Wenn du Rhythmusspiele magst, ist Rhythm Paradise Groove sehr leicht zu empfehlen. Es ist schnell, komisch und hat genug Ideen, damit die kurzen Runden nicht langweilig werden.

Wenn du die Reihe noch nicht kennst, solltest du dich nicht von der einfachen Optik stoppen lassen. Der Spaß steckt im Timing, in der Musik und in den kleinen Reaktionen auf deine Fehler. Genau da ist Groove richtig stark.

Wertung: Rhythm Paradise Groove ist ein sehr gutes Comeback. Es sieht simpel aus, spielt sich aber clever. Die Musik ist der Star, die Remixe machen Laune und der lokale Multiplayer gibt dem Spiel extra Leben.

Über den Autor

Alex Anfänger

Jüngster Autor im GoodGame.Ruhr Team mit frischem Blick auf moderne Gaming-Trends. Spezialisiert auf Battle Royale Games, Esports und die neuesten Gaming-Technologien. Bringt die Perspektive der Gen-Z in unsere Berichterstattung.