Cyberpunk 2077 hat inzwischen mehr als 40 Millionen Einheiten verkauft. Für CD Projekt ist das nicht nur eine starke Zahl, sondern auch ein Signal: Das Cyberpunk-Universum soll weiter wachsen.
Bemerkenswert ist der Sprung vor allem wegen der Vorgeschichte. Das Spiel startete 2020 in einem schlechten technischen Zustand, besonders auf Konsolen. Heute steht es für einen der auffälligsten Kurswechsel der letzten Jahre.
Fünf Millionen Verkäufe seit der letzten Meldung
CD Projekt hatte im November 2025 noch von mehr als 35 Millionen verkauften Einheiten gesprochen. Jetzt liegt Cyberpunk 2077 bei über 40 Millionen. Innerhalb weniger Monate kamen also rund fünf Millionen Verkäufe dazu.
Co-CEO Michał Nowakowski ordnet diesen Erfolg als Beleg dafür ein, dass Spielerinnen und Spieler auch Jahre später in die Welt zurückkehren. Gleichzeitig sieht CD Projekt darin eine starke Grundlage für weitere Projekte im selben Universum.
Der schwere Start bleibt Teil der Geschichte
Der Erfolg wirkt größer, weil Cyberpunk 2077 zum Release ein massives Vertrauensproblem hatte. Das Spiel erschien 2020 mit vielen Fehlern. Besonders die Konsolenversionen standen stark in der Kritik. Sony entfernte Cyberpunk 2077 damals sogar vorübergehend aus dem PlayStation Store.
CD Projekt arbeitete danach über Jahre an Verbesserungen. Mit der überarbeiteten Version gewann das Spiel sichtbar an Ansehen zurück. Nowakowski hat zuletzt trotzdem klargemacht, dass dieser Weg für das Unternehmen noch nicht komplett abgeschlossen ist.
Cyberpunk 2 bleibt weit weg, nimmt aber Form an
Der nächste große Schritt ist Cyberpunk 2, das aktuell unter dem Projektnamen Project Orion entsteht. Ende April arbeiteten laut den vorliegenden Angaben 163 Personen daran. Konkrete Details bleiben knapp, aber es gibt erste Hinweise zur Richtung.
Cyberpunk-Schöpfer Mike Pondsmith hat berichtet, dass er bereits Skripte gesehen und CD Projekt besucht hat. Er ist diesmal wohl nicht so stark eingebunden wie früher, verfolgt die Arbeit aber weiterhin eng.
Besonders interessant: Neben Night City soll es eine neue Stadt geben. Pondsmith beschrieb die Stimmung sinngemäß als eine Art Chicago, das auf einen falschen Weg geraten ist. Das klingt nach einem bewussten Versuch, nicht nur bekannte Orte zu wiederholen.
Johnny Silverhand ist nicht bestätigt
Keanu Reeves hat öffentlich gesagt, dass er gerne wieder Johnny Silverhand spielen würde. Pondsmith reagierte darauf offen und meinte, er könne einen Weg finden. Eine Bestätigung für eine Rückkehr ist das aber nicht.
Für Fans ist das trotzdem ein spannendes Signal. Johnny Silverhand war eine der prägendsten Figuren von Cyberpunk 2077. Ob CD Projekt ihn wirklich zurückholt, dürfte stark davon abhängen, welche Geschichte Project Orion erzählen will.
Erst The Witcher 4, dann die nächste Cyberpunk-Welle
Bis Cyberpunk 2 erscheint, wird es wohl noch dauern. CD Projekt konzentriert sich derzeit auf The Witcher 4. Nowakowski deutete an, dass Cyberpunk 2 nicht vor 2030 erscheinen dürfte.
Kurzfristiger ist Cyberpunk: Edgerunners 2. Der Anime soll im Herbst erscheinen und gehört ebenfalls zu den Projekten, für die CD Projekt die starke Marke Cyberpunk 2077 nutzen will.
Der Vergleich mit The Witcher zeigt trotzdem, wie viel Raum nach oben bleibt. The Witcher 3: Wild Hunt steht inzwischen bei 65 Millionen verkauften Einheiten und soll im kommenden Jahr eine neue Erweiterung erhalten. Cyberpunk 2077 ist also sehr erfolgreich, aber CD Projekts größte Marke ist es noch nicht.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
