Die gamescom 2026 bekommt politischen Besuch aus Brüssel: Henna Virkkunen wird erstmals auf dem Kölner Games-Event erwartet. Als Vizepräsidentin der EU-Kommission ist sie für Technische Souveränität, Sicherheit und Demokratie zuständig und verantwortet zudem digitale und Grenztechnologien.
Ihr Termin zeigt, dass Games für die europäische Politik nicht nur Unterhaltung sind. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle die Branche in einer europäischen Digitalstrategie spielen soll.
EU-Games-Strategie bei der politischen Eröffnung
Virkkunen nimmt an der politischen Eröffnung der gamescom teil. Dort soll sie über die Games-Strategie der EU sprechen. Konkrete Vorhaben wurden vorab nicht genannt. Für Studios, Verbände und Beschäftigte der Branche dürfte der Auftritt trotzdem genau beobachtet werden.
Die Verbindung von Games, digitalen Technologien und europäischer Souveränität passt zu ihrem Ressort. Gerade deshalb ist der Besuch mehr als ein protokollarischer Messetermin: Die Games-Branche erhält eine Bühne in einer Debatte, die sonst oft von großen Plattformen, KI und IT-Infrastruktur geprägt ist.
Rundgang mit Bundes- und Landespolitik
Nach der Eröffnung ist ein gemeinsamer Rundgang geplant. Mit dabei sind Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär sowie Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst.
Die Gäste wollen sich vor Ort über aktuelle Entwicklungen und Trends der Games-Branche informieren. Dass Vertreterinnen und Vertreter von EU, Bund und Land gemeinsam teilnehmen, unterstreicht die politische Bedeutung der gamescom für den Standort Deutschland und Nordrhein-Westfalen.
Was der Termin für die Branche bedeutet
Ein Besuch ersetzt noch keine konkrete Förderung und keine neue Regelung. Er schafft aber Aufmerksamkeit an der Stelle, an der sie für die Branche zählt. Wenn die EU ihre Games-Strategie erläutert, werden besonders die Signale wichtig sein: Geht es um Wachstum, technologische Unabhängigkeit, sichere digitale Räume oder um die Rolle europäischer Studios?
Die gamescom ist dafür ein passender Ort. Hier treffen internationale Unternehmen, kleine Teams, Politik und Publikum direkt aufeinander. Virkkunens erster Besuch dürfte deshalb vor allem zeigen, welchen Stellenwert Games künftig in der europäischen Digitalpolitik einnehmen sollen.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
