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Battlefield 6: Erfolg und Millionenvergütung bei EA

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Battlefield 6 war für EA ein großer Verkaufserfolg. Der Titel verkaufte sich laut den vorliegenden Angaben in drei Tagen mehr als sieben Millionen Mal, führte zeitweise die Xbox- und PC-Charts an und gehörte 2025 in den USA zu den meistverkauften Spielen des Jahres.

In einer im Juli veröffentlichten Unternehmensunterlage wird dieser Start nun auch mit der Vergütung von EA-Chef Andrew Wilson verknüpft. Das macht die Entwicklung allerdings nicht weniger unerquicklich: Im März 2026 wurden nach dem Rekordstart Stellen in sämtlichen Battlefield-Teams gestrichen.

Battlefield 6 half bei den Unternehmenszielen

EA führt den Start von Battlefield 6 als einen Faktor an, der dem Konzern beim Erreichen seiner Ziele im Geschäftsjahr 2026 geholfen habe. Genannt werden positive Kritiken, stabile Dienste und erreichte Zwischenziele für kommende Veröffentlichungen. In einem unsicheren externen Umfeld habe der Titel zudem zur Widerstandsfähigkeit des Unternehmens beigetragen.

Das ist zunächst eine Aussage über den Geschäftserfolg, nicht über einen einzelnen Bonus. Sie zeigt aber klar, welchen Stellenwert die Reihe für EA aktuell hat. Battlefield 6 lag in Deutschland laut den Angaben ebenfalls in den Top 3 und vor Call of Duty: Black Ops 7.

38,65 oder rund 77 Millionen US-Dollar?

Die ausgewiesene Gesamtvergütung von Andrew Wilson beträgt für das Geschäftsjahr 2026 rund 38,65 Millionen US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahr wäre das ein Plus von etwa acht Millionen US-Dollar.

Ein großer Teil dieser Summe besteht jedoch nicht aus sofort ausgezahltem Geld, sondern aus Aktienoptionen. Je nachdem, wie deren Wert berechnet wird, fällt die Zahl deutlich anders aus. Die Kennzahl „compensation actually paid“ beziffert Wilsons Vergütung auf rund 77 Millionen US-Dollar. Im Vergleichswert des Vorjahres standen rund 29 Millionen US-Dollar, also ergibt sich nach dieser Methode ein wesentlich größerer Anstieg.

Für Spielerinnen und Spieler ist vor allem wichtig, die beiden Zahlen nicht gleichzusetzen: Die höhere Summe beschreibt auch den veränderten Wert von Unternehmensanteilen. Sie bedeutet nicht, dass 77 Millionen US-Dollar als Barzahlung geflossen sind.

Entlassungen werfen ein unangenehmes Licht auf die Bilanz

Fünf Monate nach dem erfolgreichsten Start der Battlefield-Reihe folgten im März Entlassungen in allen Battlefield-Teams. Wie viele Menschen betroffen waren, wurde nicht genannt. EA begründete den Schritt damit, sich stärker an den wichtigsten Themen der Community auszurichten.

Der Kontrast bleibt trotzdem deutlich. Ein Spiel erfüllt wichtige wirtschaftliche Erwartungen, während die Teams dahinter kurz darauf kleiner werden. Solche Entscheidungen sind in Großkonzernen nicht neu, aber sie treffen hier auf eine Reihe, deren laufende Entwicklung ausdrücklich weitergehen soll.

Saison 4 soll das Momentum halten

Inhaltlich ist bei Battlefield 6 keine Pause erkennbar. Für Saison 4 ist im August eine Zusammenarbeit mit Top Gun angekündigt. Geplant sind zwei Kampfjets sowie Skins von Filmfiguren mit Sprachausgabe.

Nach Aussagen aus dem Team soll Community-Feedback weiter in die Planung einfließen. Ob diese Zusagen und die kommenden Inhalte die zuletzt wechselhafte Stimmung rund um das Spiel verbessern, wird für EA entscheidend sein. Der finanzielle Druck auf die Reihe dürfte nach diesem Start jedenfalls nicht kleiner geworden sein.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.