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Marvel’s Wolverine: Warum die X-Men außen vor bleiben

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Marvel’s Wolverine erzählt keine Geschichte über die bekannte X-Men-Familie. Obwohl mehrere Mutanten auftauchen, gibt es in der Handlung offenbar kein Team namens X-Men, keine X-Villa und keinen sicheren Rückzugsort für Figuren mit Kräften.

Stattdessen rückt das Spiel Logan und seine Verbindung zu Team X in den Mittelpunkt. Diese geheime Mutanten-Einheit aus den 1970er-Jahren gehört zum Kanon und umfasst unter anderem Sabretooth sowie Lady Deathstrike. Für Wolverines Vorgeschichte ist das ein deutlich rauerer Ausgangspunkt als die vertraute Superheldenwelt der X-Men.

Mutanten sollen nicht wie gefeierte Helden wirken

Die Entscheidung hat vor allem einen erzählerischen Grund. Die Mutanten sollen in Marvel’s Wolverine nicht als etablierte Ikonen auftreten, die Schutz, Anerkennung und ein festes Zuhause haben. Sie leben am Rand der Gesellschaft, verbergen ihre Fähigkeiten und müssen mit den Folgen rechnen, wenn ihre Identität bekannt wird.

Damit unterscheidet sich der Ton bewusst von einer Welt, in der Superhelden offen gefeiert werden. Logan passt in dieses Bild besonders gut: Er ist nicht nur ein Außenseiter unter Menschen, sondern auch unter anderen Mutanten jemand, der Distanz hält und kaum irgendwo wirklich dazugehört.

Jean Grey ist dabei, aber nicht als X-Men-Mitglied

Jean Grey gehört trotzdem zur Besetzung und ist auch in einem Koop-Modus vertreten. Innerhalb der Geschichte wird sie jedoch nicht als Mitglied der X-Men eingeführt. Auch eine bekannte Comic-Identität oder ein klassisches X-Men-Kostüm soll dabei keine Rolle spielen.

Für die Handlung bedeutet das zugleich, dass sich das Spiel auf die Verbindung zwischen Logan und Jean konzentrieren kann. Ein Liebesdreieck mit Scott Summers ist nicht vorgesehen. Wie weit diese Beziehung tatsächlich erzählt wird, bleibt offen, denn konkrete Storydetails sollen Spieler erst im Spiel erfahren.

Ein Wolverine-Spiel statt X-Men-Treffen

Fans sollten Marvel’s Wolverine also nicht als Auftakt zu einem großen X-Men-Aufmarsch einordnen. Der Fokus liegt auf Logans frühen Verbindungen, auf Team X und auf einer Mutantenwelt ohne Schutzraum. Das ist eine klare Wahl: Weniger Gruppenbild, mehr Blick auf den Mann, der selbst in seiner eigenen Welt nie richtig ankommt.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.