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Harvey Smith startet Studio für neue Immersive Sims

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Harvey Smith hat ein neues Entwicklerstudio gegründet. Black Pony Immersive soll sich auf Immersive Sims konzentrieren, also auf Spiele, in denen Räume, Systeme und Spielerentscheidungen eng zusammenspielen.

Der Name Smith steht für prägende Arbeiten an Deus Ex und der Dishonored-Reihe. Nach 16 Jahren bei Arkane richtet er den Blick damit wieder auf ein Genre, das ihm nach eigener Aussage besonders wichtig ist.

Ein klares Bekenntnis zum Einzelspieler-Spiel

Black Pony Immersive will erzählgetriebene Einzelspieler-Spiele aus der Ego-Perspektive machen. Entscheidend ist dabei nicht nur eine Geschichte, sondern der Spielraum innerhalb einer glaubwürdigen Welt: Neugier, Erkundung und kreative Lösungen sollen belohnt werden.

Das ist ein bemerkenswert klares Profil in einer Zeit, in der große Studios oft auf möglichst breit verwertbare Konzepte setzen. Immersive Sims sprechen meist kein Massenpublikum auf einen Blick an. Ihre Stärke liegt in den Details: Ein Hindernis kann mehrere Wege erlauben, Fähigkeiten greifen ineinander, und Spieler entwickeln eigene Lösungen statt bloß einer vorgegebenen Route zu folgen.

Erfahrung aus Deus Ex, Dishonored und Prey

Smith bringt dafür einen langen Hintergrund mit. Bei Deus Ex war er Lead Game Designer, bei Dishonored arbeitete er als Co-Creative Director und bei Dishonored 2 als Creative Director. Zu Black Pony stoßen außerdem Ben Horne und Ricardo Bare. Im wachsenden Team finden sich laut Smith auch frühere Kolleginnen und Kollegen aus der Arbeit an Deus Ex, Dishonored und Prey.

Die Erfahrung allein garantiert natürlich noch kein starkes neues Spiel. Sie schafft aber eine solide Grundlage für ein Studio, das seine Ausrichtung von Beginn an offen benennt. Gerade bei Immersive Sims zählen Leveldesign, klare Spielsysteme und die Geduld, Spieler nicht ständig an die Hand zu nehmen. Das lässt sich nicht allein mit einer bekannten Marke ersetzen.

Neustart nach Arkane Austin

Smith arbeitete zuletzt bei Arkane Austin. Das Studio wurde 2024 nach dem Misserfolg von Redfall geschlossen. Seine frühere Heimat beschreibt Smith trotzdem nicht als reine Verlustgeschichte: Dort entstanden unter anderem Dishonored, Prey, Deathloop, Death of the Outsider und Mooncrash.

Für Black Pony geht es deshalb weniger darum, Arkane zu kopieren oder dessen Geschichte fortzuschreiben. Smith formuliert einen langfristigen Anspruch: Ein Studio soll kreativ erfolgreich sein und zugleich ein Ort bleiben, an dem ein Team gern arbeitet. Das klingt bodenständig, ist in der aktuellen Branche aber alles andere als selbstverständlich.

Viele Hoffnungen, noch kein konkretes Spiel

Ein erstes Projekt hat Black Pony Immersive noch nicht vorgestellt. Auch zu Setting, Plattformen oder einem möglichen Termin gibt es keine Angaben. Für Fans des Genres ist die Gründung trotzdem eine relevante Nachricht, weil hier nicht einfach allgemein von Action oder großen Welten die Rede ist. Das Studio setzt ausdrücklich auf Systeme, Erkundung und Einzelspieler-Geschichten.

Smith sieht sich dabei weiterhin als Teil einer breiteren Immersive-Sim-Szene. Er nennt mehrere kommende Genrevertreter, auf die er gespannt ist. Black Pony muss sich darin erst beweisen. Der Startpunkt ist aber nachvollziehbar: Ein erfahrenes Team will wieder Spiele bauen, in denen gute Ideen der Spieler genauso zählen wie die des Designs.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.