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Take-Two geht juristisch gegen neue GTA-6-Leaks vor

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Take-Two verschärft den Kurs gegen die jüngsten Leaks zu Grand Theft Auto 6. Der Rockstar-Mutterkonzern hat am 20. August beim Bundesgericht im Bezirk New York Süd eine Anfrage nach dem Digital Millennium Copyright Act eingereicht.

Damit sollen Informationen zu dem Account „CyberLeek“ beschafft werden, der seit einiger Zeit Gameplay-Videos zu GTA 6 veröffentlicht. Ob die Anfrage Erfolg hat und wer hinter dem Account steckt, ist offen.

Welche Daten Take-Two anfordert

Die Anfrage richtet sich an Microsoft und Discord. Take-Two möchte nach den vorliegenden Angaben Identitätsdaten zu Nutzerkonten erhalten, die mit mehreren Discord-Servern in Verbindung stehen.

Darüber hinaus werden interne Geschäfts- und Ermittlungsunterlagen von Microsoft verlangt, soweit sie mit Microsofts eigenen Untersuchungen zu „CyberLeek“ zusammenhängen. Auch Inhalte aus OneDrive-Konten betroffener Discord-Mitglieder stehen im Fokus, sofern sie einen Bezug zu GTA, Rockstar oder „CyberLeek“ haben.

Take-Two begründet den Schritt mit dem Schutz urheberrechtlich geschützter Inhalte. Dazu zählen laut Antrag audiovisuelle Materialien, Bilder, Artwork, Dialoge und weitere kreative Bestandteile.

Ein großer GTA-Creator weist Verbindung zurück

In den Unterlagen wird unter anderem ein Discord-Server genannt, der als Redaktions-Server des GTA-Creators DarkViperAU beschrieben wird. Matthew „Matt“ Judge, der hinter diesem Namen steht, reagierte öffentlich und erklärte, nichts über den mutmaßlichen Leaker zu wissen.

Er betonte zudem, der genannte Server sei nicht sein Redaktions-Discord. In seinen eigenen Discords gebe es keine Clips der Leaks. Judge vermutet lediglich, dass „CyberLeek“ seinen Server besucht haben könnte. Rockstar habe ihn nach seiner Aussage nicht kontaktiert.

Leaks laufen trotz des Verfahrens weiter

Die rechtliche Anfrage hat die Veröffentlichungen offenbar bisher nicht gestoppt. „CyberLeek“ stellt weiter Videos online und kommentiert eines davon mit dem Hinweis, ein höherer Marktwert bringe weitere Leaks.

Für Take-Two ist das besonders ungünstig, weil Ende August ein offizieller, erweiterter Blick auf Grand Theft Auto 6 bei Netflix erscheinen soll. Das Material soll später auch auf weiteren Plattformen veröffentlicht werden. Die neuen Leaks drohen damit, die geplante Kommunikation rund um das nächste GTA zu überlagern.

Was jetzt wichtig ist

Eine DMCA-Anfrage ist noch kein Beweis für die Identität einzelner Personen. Sie soll Take-Two zunächst helfen, mögliche Verantwortliche zu ermitteln. Bis zu einer Entscheidung oder einer Stellungnahme von Rockstar bleiben viele Fragen unbeantwortet.

Für Fans gilt weiter: Angebliche Leak-Dateien oder vermeintliche Spielkopien sind kein verlässlicher Weg zu neuen Informationen. Der Fall zeigt vor allem, wie schnell aus Clips, Discord-Servern und Spekulationen ein rechtliches Verfahren werden kann.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.