Zurück zu den News
News

GTA 6: Rockstar setzt bei Leonida auf Dichte statt bloßer Größe

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Bei Grand Theft Auto 6 soll die Größe der Karte nur ein Teil der Geschichte sein. Rockstar North beschreibt Leonida als die bisher größte, tiefgründigste, dichteste und komplexeste Welt des Studios.

Wichtiger als eine bloße Zahl zur Fläche ist dabei der Anspruch: Wer sich Zeit nimmt, soll regelmäßig auf Dinge stoßen, die nicht erst durch ein Ziel, ein Symbol oder eine Markierung angekündigt werden. Die offene Welt soll also zum Abschweifen einladen, statt Spieler nur von Mission zu Mission zu schicken.

Erkundung ohne ständige Wegweiser

Rockstar zieht selbst einen Vergleich zu Red Dead Redemption 2. Auch dort war die Welt nicht allein Kulisse für die Hauptgeschichte. Unterwegs konnten kleine Situationen, Orte und Begegnungen den ursprünglichen Plan schnell verändern.

Für GTA 6 soll dieses Prinzip weiter ausgebaut werden. Das Studio spricht von einer Welt, in der Spieler sich verlieren können. Das ist ein hoher Anspruch, aber der richtige Schwerpunkt: Eine riesige Karte bleibt austauschbar, wenn zwischen ihren Punkten wenig passiert. Leonida soll offenbar gerade in den Zwischenräumen überzeugen.

Mehr Speicher für glaubwürdigere Menschen

Ein konkretes Beispiel betrifft die NPCs in Vice City und den umliegenden Gebieten. Die Figuren sollen sich stärker bei Körpergröße und Körperform unterscheiden als in früheren Rockstar-Spielen.

Nach Angaben des Studios war diese Vielfalt technisch früher schwieriger umzusetzen. Unterschiedliche Körper nutzten teilweise dieselben Animationen, was bei Kämpfen, beim Einsteigen in Autos oder anderen Interaktionen unpassend wirken konnte. Für GTA 6 sei ein System entwickelt worden, das Animationen während des Spiels neu zuordnet.

Das klingt zunächst nach einem Detail für Technikinteressierte. In einer belebten Stadt kann es aber viel ausmachen. Wenn Menschen nicht wie Varianten derselben Vorlage aussehen und sich bewegen, wirkt der Alltag weniger künstlich.

Die aktuelle Konsolengeneration als Grundlage

Rockstar betont, dass GTA 6 von Beginn an für die aktuelle Hardware-Generation entwickelt wird. Mehr verfügbarer Speicher und die Erfahrung des Teams sollen genutzt werden, um Bevölkerung, Weltgestaltung und Aktivitäten dichter miteinander zu verzahnen.

Ob die Spielwelt diesen Anspruch am Ende dauerhaft einlöst, wird sich erst im fertigen Spiel zeigen. Die Richtung ist aber klar: GTA 6 will nicht einfach mehr Karte liefern. Rockstar setzt auf eine Welt, die auch dann etwas anbietet, wenn du gerade keinem Missionsmarker folgst.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.