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EVE Vanguard: Alpha im Juli, Build im November geplant

Dominik
  • 1 Min. Lesezeit

EVE Vanguard bleibt nicht nur ein EVE-Ableger auf dem Papier. Fenris Creations plant vom 7. bis 20. Juli einen Alpha-Playtest, der den Kern des Shooters stärker zeigen soll als die bisherigen Pre-Alpha-Tests.

Wichtig für Shooter-Spieler: Vanguard wird kein klassisches Raumschiff-Spiel. Der Fokus liegt auf Einsätzen am Boden, Loot, Ausrüstung, Extraktion und PvPvE-Druck auf den Planeten von New Eden.

Der nächste Versuch nach Dust 514

EVE Online läuft seit über 23 Jahren und hat weiter eine aktive Community. Gleichzeitig gilt das MMO als schwer zugänglich. Wer keine Lust auf Ressourcenplanung, Allianzen, Machtstrukturen und viele Zahlen hat, prallt schnell ab.

EVE Vanguard soll genau an einer anderen Stelle ansetzen. Statt Tabellen und langfristiger Wirtschaft geht es hier um First-Person-Action. Das ist für das EVE-Universum kein komplett neuer Weg. Mit Dust 514 gab es bereits einen Free-to-Play-Shooter, der nach wenigen Jahren eingestellt wurde. Als Problem nannten Spieler vor allem das mittelmäßige Gameplay.

Vanguard muss also nicht nur EVE-Fans abholen. Der Shooter muss auch im direkten Vergleich mit anderen Extraction-Spielen funktionieren.

Was in der Alpha getestet wird

Ein festes Releasedatum gibt es noch nicht. Der nächste konkrete Schritt ist der Alpha-Playtest vom 7. bis 20. Juli. Dieser soll nach den bisherigen Pre-Alpha-Tests mehr vom zentralen Gameplay-Loop zeigen.

Das heißt: landen, Ziele verfolgen, Beute sichern, überleben und wieder rauskommen. Laut Beschreibung werden die Spieler als Warclones aus dem All auf feindliche Oberflächen geschickt. Dort plündern sie Absturzstellen, greifen feindliche Strukturen an und sichern fortschrittliche Technologie vor der Extraktion.

Zwischen den Einsätzen geht es zurück zur Warbarge. Dort werden Ausrüstung und Loadouts vorbereitet. Die Waffen sollen modular sein und sich über Chipsets mit mehreren Feuermodi und Schadensarten umbauen lassen. Für ein Extraction-Spiel ist das entscheidend. Wenn die Ausrüstung nur stärker wird, aber keine klaren Entscheidungen verlangt, nutzt sich so ein System schnell ab.

Näher an ARC Raiders als an Tarkov

Game Director Scott Davis ordnet EVE Vanguard eher auf der freundlicheren Seite des Extraction-Spektrums ein. Als Vergleich nennt er ARC Raiders auf der einen Seite und Escape from Tarkov auf der härteren Seite. Vanguard soll näher an ARC Raiders liegen.

Das heißt nicht, dass die Einsätze harmlos werden. Es soll Gegner geben, die so stark sind, dass Spieler und Squads zusammenarbeiten müssen, um Missionen zu schaffen und an besseren Loot zu kommen. Für das Spielgefühl ist das eine wichtige Ansage. Wenn PvPvE nur bedeutet, dass irgendwo KI herumsteht, reicht das nicht. Spannend wird es erst, wenn Gegner, andere Teams und das eigene Loadout echte Entscheidungen erzwingen.

Warum das für EVE wichtig ist

EVE Online lebt von großen Strukturen, Machtkämpfen und langfristigen Zielen. Genau das macht den Reiz aus, schreckt aber auch viele ab. Vanguard kann eine direktere Tür in New Eden öffnen. Ein Shooter ist schneller verständlich: Waffe in die Hand, Auftrag starten, Beute sichern, raus.

Der Name EVE allein reicht trotzdem nicht. Extraction-Shooter sind ein hartes Feld. Das Spiel braucht klare Trefferwirkung, lesbare Gefechte, sinnvolle Ausrüstung und genug Risiko, damit eine erfolgreiche Extraktion etwas wert ist.

Nach der Juli-Alpha soll im November ein spielbarer Build erscheinen, der über den EVE-Launcher rund um die Uhr verfügbar sein soll. Damit bekommt Vanguard mehr Zeit vor echten Spielern. Genau dort wird sich zeigen, ob Fenris Creations diesmal den besseren Shooter baut.

Über den Autor

Dominik Autor

Von FIFA bis Call of Duty, von Farming Simulator bis Age of Empires – ich liebe Games, bei denen Skill, Planung und Reaktion zählen. Ob auf dem virtuellen Schlachtfeld oder im Stadion: Ich spiele smart, schnell und immer mit Spaß. Let’s play smarter, not harder!