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Berichte um Physint: Verkaufsdruck könnte Sony vorsichtiger gemacht haben

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Die gemeldete Trennung von PlayStation und Hideo Kojima sorgt vor allem wegen eines möglichen Wechsels von Physint zu Xbox für Diskussionen. Offiziell erklärte Gründe liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Branchenanalysten sehen aber die wirtschaftliche Seite als möglichen Auslöser.

Im Mittelpunkt steht Death Stranding 2: On the Beach. Das Spiel soll laut einer aktuellen Schätzung bei 2,5 Millionen verkauften Exemplaren liegen. Das ist keine bestätigte Zahl. Sony und Kojima Productions haben für den zweiten Teil bislang keine offiziellen Verkaufsdaten veröffentlicht.

Spielende und Verkäufe sind nicht dasselbe

Ein Vergleich mit dem ersten Death Stranding ist nur eingeschränkt möglich. Der Vorgänger hatte bis März 2021 fünf Millionen Verkäufe erreicht. Bis März 2025 wurden 20 Millionen Spielende genannt, darin stecken aber auch Abonnements und kostenlose Versionen.

Für die gesamte Reihe wurden im Juli 27 Millionen Spielende über beide Spiele hinweg vermeldet. Diese Reichweite sagt etwas über die Bekanntheit der Marke aus, ersetzt aber keine Aussage über die Einnahmen des zweiten Teils.

Die vorliegende Marktanalyse geht zusätzlich davon aus, dass die Verkäufe von Death Stranding 2 deutlich nachgelassen haben. Auch Preisnachlässe sollen daran wenig geändert haben. Das zeichnet kein eindeutiges Bild über den finanziellen Erfolg, erhöht aber die Unsicherheit bei einem weiteren großen Projekt.

Physint wäre ein langes und teures Vorhaben

Physint wurde als ambitioniertes Next-Gen-Projekt angekündigt. Kojima hatte im vergangenen Jahr einen Zeitraum von fünf bis sechs Jahren bis zur Fertigstellung genannt. Zudem gibt es Hinweise auf eine Verbindung zu einer Filmproduktion und auf weitere bekannte Darstellende.

Solche Pläne binden Kapital über Jahre. Für einen Plattformhalter zählt deshalb nicht allein, ob ein Titel Aufmerksamkeit erzeugt. Entscheidend sind auch Kosten, Entwicklungsdauer und die Frage, wie viel Gewinn nach Marketing und Produktion übrig bleibt.

Ein Prestigegewinn für Xbox

Falls Physint tatsächlich bei Xbox weitergeführt wird, wäre das für Microsoft vor allem ein sichtbarer Imagegewinn. Kojima bleibt für viele Fans ein Name mit großer Zugkraft. Gerade nach einem Sommer mit Entlassungen, Studioschließungen und eingestellten Projekten wäre ein solches Vorhaben wertvoll für die Außendarstellung von Xbox.

Für PlayStation wäre die Entscheidung dagegen ein Abwägen zwischen Prestige und Risiko. Analysten verweisen auf die vorsichtigere Haltung nach teuren Fehlschlägen und schwächeren Ergebnissen anderer Projekte. Die genannten Kosten- und Verkaufsprognosen sind allerdings Schätzungen, keine offiziellen Bilanzen.

Was an der Debatte hängen bleibt

Die Diskussion um Physint zeigt ein bekanntes Problem der aktuellen Spielebranche: Große Namen und hohe Sichtbarkeit reichen nicht mehr automatisch aus, wenn Budgets und Entwicklungszeiten wachsen. Selbst eine etablierte Kreativfigur kann in diese Rechnung geraten.

Für Spielerinnen und Spieler bleibt zunächst offen, wie Physint konkret weiterentwickelt wird und wann es erscheinen könnte. Die vorliegenden Angaben deuten nur darauf hin, dass das Projekt weiter produziert werden soll. Alles Weitere braucht eine offizielle Bestätigung.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.