StarCraft bekommt einen neuen Hauptteil, der mit der bisherigen Formel klar bricht. Blizzard hat auf der BlizzCon 2026 ein Spiel mit dem schlichten Titel StarCraft angekündigt. Es soll 2030 erscheinen und als Open-World-Shooter umgesetzt werden.
Für eine Reihe, die vor allem durch Echtzeitstrategie geprägt wurde, ist das ein großer Kurswechsel. Seit dem Erscheinen von StarCraft 2 sind bereits mehr als 15 Jahre vergangen. Nun soll die Marke wieder wachsen, aber in einem komplett anderen Genre.
Ein weiter Termin, viele offene Fragen
Der genannte Zeitraum 2030 lässt noch viel Raum für Änderungen. Zur Spielwelt, zum genauen Ablauf oder zu spielbaren Figuren wurden bislang keine weiteren Details genannt. Die Ankündigung setzt deshalb vor allem ein Signal: StarCraft ist wieder Teil der langfristigen Planung.
Blizzard hat traditionell auch Projekte sehr früh vorgestellt. Der große Abstand bis zur Veröffentlichung passt zu diesem Vorgehen. Für Fans bedeutet das: Interesse ist berechtigt, konkrete Erwartungen sollten aber noch vorsichtig bleiben.
Der dritte Anlauf für einen Shooter?
Die Idee eines StarCraft-Shooters begleitet Blizzard schon lange. StarCraft Ghost wurde 2002 als taktisches Konsolen-Actionspiel angekündigt. Spieler sollten einen Ghost-Agenten des Dominion steuern. Nach mehreren Verzögerungen wurde das Projekt 2006 eingestellt.
Ein weiterer Shooter mit dem Codenamen Ares wurde 2019 beendet. Das Team sollte sich stattdessen auf Diablo 4 und Overwatch 2 konzentrieren. Auch dieses Projekt kam nie auf den Markt.
Gerüchte über einen weiteren Versuch gab es schon seit Jahren. Hinweise auf der offiziellen StarCraft-Seite, darunter visuelle Störungen und eine Warnmeldung über ein angeblich kompromittiertes Gerät, hatten die Erwartungen vor der BlizzCon zusätzlich angeheizt.
Mehr als nur eine Rückkehr der Marke
Der neue Ansatz ist mutig. Ein Shooter kann das StarCraft-Universum aus einer direkteren Perspektive zeigen als ein Strategiespiel. Gleichzeitig muss Blizzard nach zwei eingestellten Vorgängern erst beweisen, dass aus der Ankündigung diesmal ein fertiges Spiel wird.
Bis 2030 bleibt vor allem eine Frage spannend: Wie viel von StarCraft steckt im Shooter, wenn die klassische Draufsicht und der Basenbau fehlen? Darauf wird die Reihe ihre nächsten Antworten liefern müssen.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
