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Halo wechselt zu Activision: Microsoft baut Xbox weiter um

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Microsoft stellt seine Xbox-Struktur erneut um. Das nächste Hauptspiel der Halo-Reihe soll bei Activision entstehen. Parallel bestätigt das Unternehmen 268 Entlassungen bei Halo Studios, weiteren First-Party-Teams sowie in zentralen Xbox-Bereichen.

Für Halo ist das ein tiefer Einschnitt. Halo Studios soll künftig nur noch mit einem kleinen Team die Community und bereits veröffentlichte Spiele betreuen. Die Entwicklung des nächsten großen Serienteils wechselt zu einem neu zusammengestellten Activision-Team.

Ein eigenes Team für das nächste Halo

Nach Angaben von Xbox wird das neue Halo-Team von der laufenden Call-of-Duty-Entwicklung getrennt arbeiten. Einen Termin für das nächste Spiel nennt Microsoft nicht. Auch offen bleibt, ob Activision die geplante Ausrichtung von Halo fortführt, die Reihe neu startet oder anders in seine interne Planung einordnet.

Activision-Präsident Rob Kostich formuliert das Ziel bewusst groß: Das nächste Halo solle dem Erbe der Reihe gerecht werden und zugleich an den Kern anknüpfen, den Fans seit Beginn schätzen. Konkrete Angaben zu Spielinhalt, Technik oder Umfang gibt es noch nicht.

Was aus den Plänen von Halo Studios wird

Halo Studios hieß bis 2024 noch 343 Industries. Damals kündigte das Studio mehrere neue Halo-Projekte an, die mit der Unreal Engine entstehen sollten. Ein Video zu Project Foundry zeigte dazu einen technischen Ausblick auf ein mögliches Halo in dieser Engine.

Ob Activision auf diesen Arbeiten aufbaut, ist nicht bestätigt. Gerade diese Frage ist für die Reihe entscheidend: Ein Wechsel des verantwortlichen Teams kann neue Impulse bringen, kann aber auch bereits angestoßene Konzepte wieder infrage stellen.

Teil eines deutlich größeren Xbox-Umbaus

Die Veränderungen gehen weit über Halo hinaus. Microsoft ordnet mehrere Studios und Teams neu zu. World’s Edge und Rare sollen künftig ebenfalls unter Activision fallen. Obsidian wird Bethesda zugeordnet. Turn 10 und Playground werden zusammengelegt, während Microsoft Casual Games künftig zu King gehört.

Gleichzeitig ist die Lage bei weiteren Teams unsicher. Für Ninja Theory wurde nach gescheiterten Verkaufsverhandlungen eine Konsultation mit den Beschäftigten eingeleitet. Bei Arkane laufen Gespräche über die Zukunft des Studios weiter. Undead Labs hat laut Xbox dagegen den Übergang in die Unabhängigkeit geschafft, State of Decay 3 soll mit einem neuen Publisher zum Start im Game Pass erscheinen.

Viele Fragen, wenig konkrete Antworten

Microsoft begründet den Umbau mit dem Ziel, weniger Geschäftseinheiten zu betreiben, eng zusammenarbeitende Gruppen zu bündeln und das Publishing stärker zu konzentrieren. Bereits im Sommer waren 1.600 Stellen weggefallen. Die jetzt bestätigten 268 Entlassungen sind Teil weiterer angekündigter Einsparungen.

Für Halo-Fans bleibt vor allem abzuwarten, wie viel vom bisherigen Kurs übrig bleibt. Activision bekommt eine der wichtigsten Xbox-Marken, aber noch keinen öffentlich sichtbaren Fahrplan. Bis zu ersten Spielszenen oder belastbaren Details dürfte daher noch einige Zeit vergehen.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.