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Review

Star Wars: Galactic Racer im Test: Rennen mit Risiko und Tempo

Dominik
  • 1 Min. Lesezeit

Star Wars: Galactic Racer setzt nicht auf eine simple Meisterschaft mit festen Cups. Die Kampagne macht aus jedem Rennen einen Teil eines größeren Laufs. Wer zu oft crasht, verliert die Lizenz für die Saison. Das erzeugt Druck, ohne die Fortschritte komplett zu entwerten.

Der Mix funktioniert, weil das Spiel hohes Tempo mit vielen Entscheidungen verbindet. Gute Fahrer brauchen Reaktion und eine saubere Linie. Gleichzeitig entscheidet die Auswahl aus Modulen, Fähigkeiten und Streckenpfaden darüber, wie viel Risiko ein Run verträgt.

Fahren, driften, überleben

Im Mittelpunkt steht Shade, ein neuer Teilnehmer der Galactic League im Outer Rim. Ziel ist es, Kestar Bool und seinen Clan in der Liga zu schlagen. Die Geschichte liefert einen Rahmen für drei Akte, bleibt aber klar hinter dem Rennsystem zurück.

Eine Saison führt über fünf Planeten und ein Stadionfinale. Normale Rennen wechseln sich mit Zeitfahren und Eliminierungsrennen ab. Gerade die Eliminierungsrennen sind hart: In festen Abständen scheidet der jeweils letzte Platz aus, nur die ersten drei bleiben im Wettbewerb.

Das fordert Konzentration. Es reicht nicht, einmal vorn zu liegen. Fehler beim Driften, eine Kollision oder eine schlechte Route können sofort mehrere Plätze kosten. Der einstellbare Schwierigkeitsgrad und zusätzliche Liga-Token verhindern aber, dass ein Aus zu frustrierend wird.

Routenwahl ist Teil des Rennens

Die Strecken sind keine engen Kurse mit einer einzigen Ideallinie. Stattdessen geben Hindernisse und Markierungen eine grobe Richtung vor. Felsen, Ruinen und Weltraumschrott begrenzen den Raum, lassen aber verschiedene Wege offen.

Das passt zum hohen Tempo. Durch Lavahöhlen, Raumschiffwracks, Waldgebiete, Säurefelder und Eispassagen muss man schnell entscheiden, ob eine Abkürzung wirklich Zeit spart oder nur in den nächsten Crash führt. Die Umgebungen greifen bekannte Star-Wars-Biome auf, ohne dass die Strecken dabei wie bloße Kulisse wirken.

Upgrades mit echten Folgen

Nach Rennen gibt es Credits und Bauteile. Bei den Belohnungen stehen jeweils mehrere Module zur Wahl. Ein Schild nach einer perfekten Landung, ein Bonus für einen gelungenen Start oder ein Ramm-Modul können den Fahrstil deutlich verändern.

Dazu kommen Spezialfähigkeiten wie Ionenlaser, Minen und Schutzschilde. Bis zu vier davon lassen sich ausrüsten. Wer auf aggressive Duelle setzt, baut anders als jemand, der sichere Kurven und Boosts bevorzugt.

Wichtig ist der Haken: Alles, was innerhalb einer Saison eingebaut wird, geht nach dem Game Over verloren. Dauerhafte Upgrade-Punkte bleiben dagegen erhalten und verbessern die drei Fahrzeugtypen langfristig. Speederbike, Skimspeeder und Landspeeder unterscheiden sich bei Beschleunigung, Gewicht und Drift. So fühlt sich ein Neustart nicht wie verlorene Zeit an.

Mehr als nur die Kampagne

Neben der Kampagne gibt es Arcade-Rennen, Herausforderungen mit festen Vorgaben und Mehrspieler-Modi. In den Szenarien übernimmt man auch andere Figuren und muss mit vorgegebenen Setups arbeiten.

Der Online-Modus war im Test nicht bewertbar, weil Server nur zeitweise für Sessions bereitstanden. Aussagen zu Verbindung und Stabilität sind daher nicht möglich. Klar ist nur: Einen Splitscreen bietet Galactic Racer nicht. Für lokale Duelle auf einer Couch ist das ein spürbarer Nachteil.

Für wen lohnt es sich?

Galactic Racer ist stark, wenn du schnelle Arcade-Rennen willst, aber nicht immer dieselbe Strecke mit demselben Fahrzeug fahren möchtest. Die Kampagne belohnt Planung, saubere Fahrten und den Mut, für bessere Belohnungen schwierigere Pfade zu wählen.

Die Story bleibt eher zweckmäßig. Dafür stimmen Tempo, Streckendesign und Fortschrittssystem. Star-Wars-Fans bekommen zudem bekannte Rennfahrer und Schauplätze. Wer mit dem Universum wenig anfangen kann, findet trotzdem ein Sci-Fi-Rennspiel mit einer ungewöhnlichen und motivierenden Kampagnenstruktur.

Über den Autor

Dominik Autor

Von FIFA bis Call of Duty, von Farming Simulator bis Age of Empires – ich liebe Games, bei denen Skill, Planung und Reaktion zählen. Ob auf dem virtuellen Schlachtfeld oder im Stadion: Ich spiele smart, schnell und immer mit Spaß. Let’s play smarter, not harder!