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Review

Planet Zoo 2 im Test: Mehr Raum für deinen Traumzoo

Lydia
  • 1 Min. Lesezeit

Planet Zoo 2 bleibt vor allem ein Spiel für Menschen, die gern lange an einem Ort feilen. Ein Gehege bekommt erst Gelände, Pflanzen und passende Wege, dann vielleicht ein Netzdach, eine Besucherplattform oder ein Aquarium nebenan. Der zweite Teil gibt diesem kreativen Teil mehr Werkzeuge, ohne aus dem Spiel eine hektische Wirtschaftssimulation zu machen.

Das passt gut zur Idee des Spiels. Wer nur bauen und Tiere beobachten möchte, kann sich diesen Freiraum nehmen. Wer lieber Ziele verfolgt, findet im Karrieremodus deutlich mehr als eine lange Einführung.

Sandbox nach dem eigenen Tempo

In der Sandbox stehen Zoo, Naturschutzgebiet und bekannte Karriere-Zoos als Ausgangspunkt bereit. Dazu kommen verschiedene Regeln: Im Kreativmodus laufen die Abläufe automatisch, im Standardmodus bleiben Verwaltungsaufgaben erhalten. Der Herausforderungsmodus verlangt dagegen Einnahmen und Tierpflege.

Diese Auswahl ist sinnvoll, weil sie verschiedene Spielweisen nicht gegeneinander ausspielt. Du kannst einen Park als Bauprojekt behandeln oder dich bewusst mit Budget und Bedürfnissen der Tiere beschäftigen. Gerade für Einsteiger bleibt das Spiel trotzdem nicht sofort leicht: Steigungen, Dekorationen, Licht und komplexere Anlagen brauchen Übung. Der Unterschied ist, dass dabei kein Zeitdruck entsteht.

Gehege bekommen mehr Möglichkeiten

Die auffälligsten Neuerungen liegen im Baukasten. Aquarien erweitern die Anlagen sichtbar, Volieren kommen hinzu, und mit einem Netzdach lassen sich Gehege einfacher für fliegende Tiere anpassen. Mehrere Schritte, die früher viel Handarbeit verlangt haben, sind nun klarer als eigene Funktionen angelegt.

Besonders stark wirkt das bei Anlagen mit Höhenunterschieden. Hügel, schräge Wege, Treppen und Plattformen helfen dabei, Gehege und Besucherbereiche miteinander zu verbinden. Die Karrierekarten liefern zudem fertige Zoos, deren Gebäude als Inspiration dienen. Wer möchte, kann solche Anlagen in die Sandbox übernehmen und dort ohne Vorgaben weiterentwickeln.

Die Karriere denkt auch an den Naturschutz

Der Karrieremodus führt durch verschiedene Zoos und Schutzgebiete. Er erklärt Grundlagen wie Gehegebau, Tierpflege, Zucht, Forschung und die Versorgung der Gäste. Später werden Aufgaben umfangreicher: Biotope wie Bergwälder oder Moore müssen vorbereitet und mit passenden Tieren belebt werden. Auch die Zusammenarbeit mehrerer Zoos spielt eine Rolle.

Die Bronze-, Silber- und Goldziele sorgen dafür, dass es nicht beim bloßen Abarbeiten eines Tutorials bleibt. Silberaufgaben brauchen spürbar Zeit. Gleichzeitig bleibt der Ton entspannt. Das Spiel vermittelt Wissen über Lebensräume und Tierarten über die Zoopedia, ohne daraus eine trockene Pflichtlektion zu machen. Manche Erklärungen sind allerdings lückenhaft oder zu ungenau.

Schöne Tiere, noch nicht ganz saubere Karriere

Optisch entwickelt sich Planet Zoo 2 weiter, auch wenn der Abstand zum Vorgänger nicht riesig ausfällt. Die Tiere sind gut animiert, und ein stimmig eingerichtetes Gehege einfach zu beobachten, gehört weiter zu den schönsten Momenten. Gerade Aquarien und Anlagen mit mehreren Ebenen profitieren davon.

Ein klarer Schwachpunkt sind die Fehler im Karrieremodus der Testversion. Sie stören dort stärker als in einer freien Sandbox, weil sie ausgerechnet den Teil treffen, der Aufgaben und Fortschritt strukturieren soll. Für ein Spiel, das so viel Ruhe ausstrahlt, sind solche Unterbrechungen unnötig.

Für wen sich Planet Zoo 2 lohnt

Der zweite Teil richtet sich sehr klar an Fans des Vorgängers und an kreative Aufbau-Spielerinnen und -Spieler. Die neuen Bauoptionen und Naturschutzgebiete geben dem vertrauten Konzept sinnvolle neue Seiten. Wer eine harte Managementprüfung sucht, findet sie eher im Herausforderungsmodus als im Grundgefühl des Spiels.

Für mich liegt die Stärke vor allem darin, dass Planet Zoo 2 Gestaltung, Tierpflege und Lerninhalte zusammenbringt. Es fordert Geduld beim Bauen und bei den größeren Karriereaufgaben, lässt dir aber die Freiheit, deinen Zoo in deinem Tempo wachsen zu lassen. Wenn die Probleme im Karrieremodus behoben werden, ist das ein sehr umfangreicher Platz für viele eigene Ideen.

Über den Autor

Lydia Autor

Community-Managerin bei GoodGame.Ruhr und Expertin für Mobile Gaming und Casual Games. Sorgt dafür, dass unsere Community lebendig bleibt und organisiert regelmäßige Gaming-Events und Turniere.