Mario Tennis Fever will nicht einfach nur Tennis mit Mario-Figuren sein. Die neuen Fever-Schläger drehen fast jeden Ballwechsel um und machen aus dem Match eher eine Mischung aus Sportspiel und Party-Chaos.
Das kann richtig cool sein, wenn du auf verrückte Effekte stehst. Wenn du aber vor allem saubere Schläge, Timing und ein eher ernstes Tennis-Match willst, gibt es noch ein paar Fragezeichen.
Was sofort auffällt
Mario Tennis Fever sieht auf Nintendo Switch 2 klar stärker aus als Mario Tennis Aces auf der alten Switch. Besonders die Zuschauer im Stadion wirken lebendiger. Sie verfolgen den Ball und reagieren auf das Spiel.
Auch die Figuren haben mehr Details. Kleidung, Gesichter und Animationen wirken frischer. Donkey Kong nutzt dabei sein neueres Design, das auch aus Donkey Kong Bananza und Mario Kart World bekannt ist.
Nach einigen eher mager wirkenden Mario-Sportspielen ist das wichtig. Mario Tennis: Ultra Smash war sehr dünn. Mario Tennis Aces wurde erst später runder. Mario Golf: Super Rush hatte zum Start ähnliche Kritik. Fever wirkt nach den bisherigen Eindrücken deutlich voller.
Die Fever-Schläger sind das große Ding
Im Mittelpunkt stehen 30 Fever-Schläger. Jeder Schläger hat eine eigene Fähigkeit, die du nutzt, wenn deine Fever-Anzeige voll ist.
Ein Bullet-Bill-Schläger macht den Ball zum schnellen Projektil. Ein Blitz-Schläger schickt gefährliche Blitze auf die andere Seite. Es gibt auch Effekte mit Feuer, Bananenschalen, Tinte und weiteren Mario-Ideen.
Das klingt erst mal stark. Du probierst einen Schläger aus und merkst direkt, dass sich Punkte dadurch komplett anders spielen. Das Problem: Einige Effekte wirken viel stärker als andere. Der Bullet-Bill-Schlag kann einen Punkt sehr schnell entscheiden. Ein Schläger, der den Ball in einen Fußball verwandelt, wirkte dagegen eher langsam.
Cooler Trick: Du kannst Effekte zurückspielen
Ein Fever-Schuss startet oft erst richtig, wenn der Ball den Boden berührt. Das heißt: Wenn du schnell genug reagierst, kannst du den Ball vorher noch zurückschlagen.
Dadurch entstehen starke Momente. Ein schneller Bullet Bill kann mehrfach über das Netz fliegen, bevor er wirklich einschlägt. Dann nutzt du vielleicht sogar die Fähigkeit der anderen Seite gegen sie.
Das ist eine gute Idee, weil nicht jeder Spezialschlag sofort sicher gewinnt. Du musst riskieren, planen und schnell genug reagieren.
Was nerven könnte
Die Fever-Anzeige lädt sich sehr schnell auf. In den bisherigen Matches hatte fast immer jemand einen Spezialschlag bereit. Dadurch fühlten sich normale Ballwechsel manchmal wie Warten an, bis der nächste Fever-Moment startet.
Wenn du von Effekten wie Blitz oder Feuer getroffen wirst, verlierst du HP. Fallen sie auf null, wirst du im Einzel langsamer. Im Doppel musst du kurz raus, bis du dich erholt hast. Das gibt der anderen Seite eine große Chance auf den Punkt.
Die Idee mit HP in einem Tennisspiel ist cool. Gleichzeitig kann es sehr viel werden, vor allem im Doppel. Vier Spieler, vier Fever-Fähigkeiten und viele Effekte auf dem Platz können schnell unübersichtlich sein.
Das Tennis wirkt etwas einfacher
Im Vergleich zu älteren Teilen wirken Aufschläge, Returns und Lobs langsamer und schwebender. Reines Tennis-Können scheint bisher weniger wichtig zu sein als die Fever-Schläger.
Das muss nicht schlecht sein. Für schnelle Runden mit Freunden kann genau das Spaß machen. Wer Mario Tennis Aces wegen der härteren Duelle mochte, muss sich aber vielleicht umstellen.
Gut: Es soll auch möglich sein, ohne Fever-Schläger zu spielen. Das wurde in der Vorschau aber nicht selbst ausprobiert. Wenn das gut funktioniert, könnte Fever beide Gruppen besser abholen.
38 Figuren und verschiedene Bälle
Mario Tennis Fever hat 38 spielbare Figuren. Jede Figur bringt eigene Stärken und Schwächen mit. Boo kann zum Beispiel mit einem aggressiven Backspin überraschen.
Vor dem Match kannst du auch unterschiedliche Tennisbälle auswählen. Ein schnellerer Ball sorgte für spannendere Ballwechsel als der Standardball. Außerdem machen Körpertreffer jetzt Schaden, was zu den neuen HP-Regeln passt.
Der Wonder Court klingt nach einem Highlight
Ein Platz basiert auf Super Mario Bros. Wonder. Dort geht es darum, Wonder Seeds zu sammeln. Punkte bekommst du durch normale Tennis-Punkte oder während eines Wonder-Effekts.
In einem Beispiel marschieren singende Piranha-Pflanzen auf den Platz. Du kannst den Ball auf sie schlagen, Samen freilegen und diese dann treffen. Das verbindet Mario-Ideen mit genauerem Zielen, und genau das klingt nach einer guten Mischung.
Noch offen: Wie viel steckt im Einzelspieler?
Die größten Fragen bleiben beim Solo-Inhalt. Es gibt einen Abenteuermodus und einen Herausforderungs-Turm, aber beide wurden in den bisherigen Eindrücken nicht ausprobiert.
Gerade nach den früheren Diskussionen um den Umfang von Mario-Sportspielen ist das wichtig. Viele Effekte und 30 Schläger sind nett. Am Ende zählt aber auch, ob genug Modi und Aufgaben drin sind.
Für wen es spannend wird
Wenn du Mario-Sportspiele magst, die eher chaotisch und lustig sind, sieht Mario Tennis Fever bisher ziemlich passend aus. Die Fever-Schläger bringen viele Überraschungen in kurze Matches.
Wenn du aber ein saubereres Tennis-Spiel suchst, solltest du genauer hinschauen. Die Spezialfähigkeiten stehen sehr stark im Vordergrund. Vielleicht rettet der Modus ohne Fever-Schläger genau diesen Teil.
Mario Tennis Fever erscheint am 12. Februar für Nintendo Switch 2.
Über den Autor
Jüngster Autor im GoodGame.Ruhr Team mit frischem Blick auf moderne Gaming-Trends. Spezialisiert auf Battle Royale Games, Esports und die neuesten Gaming-Technologien. Bringt die Perspektive der Gen-Z in unsere Berichterstattung.