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Forza Horizon 6: Mehr Tuning, 550 Autos und wilde Editionen

Dominik
  • 1 Min. Lesezeit

Forza Horizon 6 geht beim Fuhrpark direkt groß rein: 550 Autos sind zum Start geplant. Das ist laut den vorliegenden Angaben der größte Startumfang der Reihe.

Wichtiger als die reine Zahl ist für Tuner aber etwas anderes. Playground Games überarbeitet viele Grundlagen an den Fahrzeugen. Lichter, Materialien, Lacke, Aero-Teile, Felgen und Sondermodelle bekommen mehr Tiefe. Das klingt nicht nach einer kleinen Menüpflege, sondern nach Arbeit an der Basis jedes Autos.

550 Autos zum Start, danach soll es weiter wachsen

Forza Horizon 5 startete mit etwas mehr als 500 Autos und liegt inzwischen bei rund 900. Für Forza Horizon 6 werden zum Start 550 Fahrzeuge genannt. Die Serie dürfte auch danach regelmäßig Nachschub bekommen, denn das war bei den letzten Teilen ein klarer Teil des Konzepts.

Der Wechsel weg von der Xbox-One-Generation spielt dabei eine Rolle. Das Team nutzt den technischen Spielraum für Verbesserungen, die nicht nur einzelne neue Modelle betreffen. Scheinwerfer und Rückleuchten bekommen einen neuen Shader auf Basis von Lichtbrechung. Bei Polycarbonat-Scheinwerfern soll ein sichtbarer Refraktionseffekt entstehen. Auch die Materialien der Fahrzeugbibliothek wurden überarbeitet.

Scheibenaufkleber sind mehr als Deko

Ein lange gewünschtes Feature kommt endlich: Aufkleber auf Fenstern. Damit lassen sich Designs über die Karosserie hinausziehen, etwa über Seitenfenster oder die Frontscheibe. Wer es schlicht will, setzt nur einen Sonnenblendstreifen oder kleine Sticker.

Wichtig für die Praxis: Die Deckkraft lässt sich einstellen. Du kannst Scheibendesigns sehr transparent halten oder komplett blickdicht machen. Das Spiel nimmt dir diese Entscheidung nicht ab. Im Verlauf der Kampagne sollen außerdem kleine Grafiken freigeschaltet werden, die du dann auf den Scheiben platzieren kannst.

Die komplette Unterstützung für Lackierungen aus Forza Horizon 5 ist nicht vorgesehen. Playground testet aber Lösungen für den Import von Lackierungsfolien. Diese Importfunktion soll zum Start von Forza Horizon 6 verfügbar sein.

Forza Aero wird endlich fahrzeugspezifischer

Die alten Forza-Aero-Teile waren praktisch, weil sie Tuning freigeschaltet haben. Optisch passten sie aber nicht immer sauber zum Auto. In Forza Horizon 6 werden Frontsplitter und Heckflügel stärker an das jeweilige Fahrzeug angepasst.

Als Beispiel wurde ein Toyota GR86 genannt. Dort folgt der neue Splitter besser den Karosserielinien. Auch Canards, Stützstreben und Materialien sollen sauberer wirken. Dazu kommt ein lackierbarer Abschlepphaken. Das ist klein, aber genau solche Details entscheiden, ob ein Umbau stimmig aussieht oder wie ein Pflichtteil wirkt.

Beim Heckflügel setzt das Team auf ein moderneres Schwanenhals-Design. Einzelne Elemente wie Endplatten lassen sich lackieren oder mit neuen Carbonmaterialien kombinieren. Für Spieler, die viel Zeit in Setups und Optik stecken, ist das ein klarer Fortschritt.

Lacke und Felgen werden schneller bedienbar

Die Lackiererei bekommt neue Materialarten. Genannt wurden überarbeitete Metallic-Lacke, ein Material mit schweren Metallflocken und Candy-Lack. Dazu kommt eine bessere Bedienung.

Früher waren bestimmte Lacktypen in Menüs versteckt und brauchten viele Klicks. In Forza Horizon 6 soll der Wechsel zwischen Glanz, Seidenmatt, Matt und Metallic direkter funktionieren. Danach kannst du tiefer in die erweiterten Optionen gehen.

Für aufwendige Designs wichtig: Lackierungen können als Favoriten gespeichert werden. Wer mit vielen Ebenen arbeitet, kann sich so schneller eine Farbpalette bauen und beim Designen wechseln.

Bei den Rädern gibt es ebenfalls mehr Spielraum. Über 100 neue Felgen sind geplant. Außerdem darfst du vorne und hinten unterschiedliche Felgen wählen. Das passt zu Drift-Setups, Rundstrecken-Umbauten oder Autos, bei denen man bewusst verschiedene Spezifikationen fahren will.

Kei-Cars bekommen eigene Details

Auch kleine Kei-Cars werden nicht nur als Gag behandelt. Für einen Honda Beat wurden neue Motorentausch-Optionen erwähnt, darunter Motorradmotoren mit sehr hohen Drehzahlen. Ein Beispiel lag bei etwa 15.000 Umdrehungen.

Dazu bekommen Kei-Cars passende Nummernschilder mit den richtigen Nummernklassen. In Japan sind das gelbe Kennzeichen mit schwarzer Schrift. Das ist kein großes Gameplay-Feature, aber es zeigt, wie genau das Team beim Japan-Thema hinschaut.

Forza Editions werden seltener und extremer

Die Forza-Edition-Fahrzeuge sollen in Forza Horizon 6 stärker herausstechen. Es geht nicht nur um Boni, sondern um Umbauten, die du nicht einfach mit normalen Teilen aus der Auto Show nachbauen kannst.

Als Richtung wurden frühere Experimente aus Forza Horizon 5 genannt, etwa eine spezielle Dodge Viper mit eigenem Carbon-Aero-Kit und ein stark modifizierter Camaro aus einer Zusammenarbeit mit Jordan Luka. Für Forza Horizon 6 soll dieses Konzept ausgebaut werden.

Forza Editions bleiben selten. Sie sollen über seltene Glücksräder auftauchen oder als Aftermarket-Autos in der Spielwelt zu finden sein, etwa in Einfahrten. Das gibt dem freien Fahren einen zusätzlichen Nutzen: Wer die Welt absucht, kann besondere Autos entdecken.

Diese Fahrzeuge haben weiterhin eigene Vorteile. Einige davon hängen mit neuem Gameplay zusammen, darunter Open-World-Zeitfahren und zusätzliche Link-Fähigkeiten. Konkreter wird es hier noch nicht, aber die Richtung ist klar: Sonderautos sollen nicht nur anders aussehen, sondern auch spielerisch interessant sein.

Der MX-5 zeigt, wie weit das gehen kann

Ein extremes Beispiel ist ein Forza Edition MX-5. Das Auto wurde bereits bei der Enthüllung gezeigt und fällt durch einen V10 auf, bei dem die Turbos wie Scheinwerfer sitzen. Auch innen wurde stark umgebaut: Einzelsitz, Gurt, Überrollkäfig und funktionierende Anzeigen am Käfig wurden genannt.

Das Team achtet sogar darauf, wie so ein Umbau technisch wirken würde. Beim Beifahrerfußraum wurde etwa die Feuerwand erweitert, inklusive sichtbarer Schweißnähte. Außen gibt es angepasste Zierleisten, andere Details an Radkästen und Hardtop-Befestigungen sowie einen freiliegenden Motor.

Trotzdem bleibt etwas Spielraum. Der MX-5 startet offenbar mit Dragster-Ausrichtung, lässt sich aber weiter umbauen. Mit Forza-Aero-Teilen vorn, speziellem Heckflügel und Slicks kann daraus eher ein kleines Zeitfahr-Auto werden.

Warum das für Tuner wichtig ist

Forza Horizon 6 setzt nicht nur auf mehr Autos. Der wichtigste Punkt ist, dass viele Bauoptionen breiter greifen. Scheibenaufkleber, bessere Aero-Teile, getrennte Felgenwahl und schnellere Lackmenüs betreffen viele Spieler, die ihre Garage ernst nehmen.

Für reine Racer zählt am Ende natürlich, wie sich die Autos fahren und wie sinnvoll die neuen Setups im Spiel genutzt werden. Das lässt sich ohne eigenen Test noch nicht bewerten. Auf dem Papier wirkt Forza Horizon 6 aber klar stärker auf Leute ausgerichtet, die nicht nur sammeln, sondern bauen, abstimmen und ihre Autos sichtbar unterscheiden wollen.

Über den Autor

Dominik Autor

Von FIFA bis Call of Duty, von Farming Simulator bis Age of Empires – ich liebe Games, bei denen Skill, Planung und Reaktion zählen. Ob auf dem virtuellen Schlachtfeld oder im Stadion: Ich spiele smart, schnell und immer mit Spaß. Let’s play smarter, not harder!