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Review

Lego Batman im Test: Viel Batman, zu leichte Kämpfe

Alex
  • 1 Min. Lesezeit

Lego Batman: Das Vermächtnis des dunklen Ritters ist am stärksten, wenn es Batman einfach feiert. Nicht nur eine Version, sondern sehr viele. Filme, Comics, alte Serien und bekannte Kostüme tauchen ständig auf.

Als Spiel bleibt es aber sehr typisch Lego. Du zerstörst Objekte, sammelst Steine, löst kleine Rätsel und prügelst dich durch Gegnergruppen. Das macht zusammen mit jüngeren Spielern viel Sinn. Allein kann es sich vor allem in den Kämpfen zu leicht anfühlen.

Was gut ist

Die größte Stärke ist klar: Das Spiel nimmt sich viele Batman-Versionen und mischt sie. Bruce Wayne sieht stark nach der Batman-Begins-Variante aus, die erste Mission erinnert auch daran. Gleichzeitig bleibt der Ton eher albern und locker, wie man es aus Lego-Spielen kennt.

Das ist cool, weil das Spiel nicht an einer einzigen Vorlage klebt. Du triffst den Joker im Museum, was an den ersten Batman-Film von Tim Burton erinnert. Der Pinguin wird mit dem Batmobil verfolgt, während sein Look eher an Batman Returns denken lässt. Robin startet mit seiner Zirkus-Herkunft und entwickelt sich später Richtung Nightwing.

Dadurch wirkt die Kampagne wie ein großes Batman-Regal. Du ziehst dir raus, was du magst. Wenn du mehrere Batman-Filme oder Comics kennst, wirst du oft kleine Dinge erkennen.

Gotham ist nicht zu groß

Gotham City ist frei befahrbar und sieht für ein Lego-Spiel richtig stark aus. Die Stadt liegt unter einem dunkelblauen Nachthimmel und erinnert klar an die Art von Gotham, die viele aus Arkham Knight kennen. Wichtig ist aber: Sie wirkt nicht so vollgestopft, dass du direkt keine Lust mehr hast.

Es gibt Nebenaufgaben wie Riddler-Trophäen, AR-Missionen und Arenakämpfe. Sie schalten zusätzliche Inhalte frei. Wer alles erledigen will, braucht viel Zeit. Für das komplette Spiel werden fast 40 Stunden genannt, wobei ein großer Teil in den Hauptmissionen steckt, wenn man dort nach Sammelobjekten sucht.

Gut ist auch, dass du dieses Mal alles beim ersten Durchgang schaffen kannst. Du musst Level nicht erst später nochmal spielen, nur weil dir eine Fähigkeit fehlt. Das ist für ein Lego-Spiel eine starke Änderung.

Die Anzüge und Fahrzeuge sind ein echtes Highlight

Während der Kampagne schaltest du viele Outfits und Fahrzeuge frei. Dazu gehören Kostüme aus der TV-Serie der 60er, Adam Wests Batmobil, Batmans Regenbogenkostüm, Michelle Pfeiffers Catwoman und Samurai Batman.

Die Bathöhle dient dabei als Ort zum Anschauen und Wechseln. Das passt gut, weil die vielen Varianten nicht einfach nur Bonuskram sind. Sie zeigen, wie breit Batman inzwischen geworden ist. Wenn du gern sammelst, bekommst du hier viel Futter.

Was nervt

Die Missionen laufen sehr klassisch ab. Du gehst von Raum zu Raum, haust Gegner um, nutzt Figurenfähigkeiten, baust Dinge zusammen und springst über kleine Passagen. Das ist leicht zu verstehen und für jüngere Spieler gut. Wer aber mehr Druck will, wird schnell merken: Die Herausforderung fehlt.

Es gibt zwar mehrere Schwierigkeitsgrade. Trotzdem bleibt selbst der höchste Modus deutlich leichter als die Arkham-Spiele. Das Kampfsystem nimmt sich Ideen von dort. Es gibt Kombos, Angriffe aus dem Schatten, Gitter, Schächte und den Greifhaken.

Das Problem sind die Gegner. Sie sind zu passiv. Nach einigen Upgrades musst du dich kaum noch mit den Schleich-Elementen beschäftigen. Oft ist es schneller, einfach alles umzuhauen. Weil viele Missionen viele Gegnerwellen haben, zieht sich das irgendwann.

Technik auf PS5

Zum Performance-Modus der PS5 werden nur kleinere Bugs genannt. Laut Entwickler sollen diese zur Veröffentlichung behoben werden. Große technische Probleme stehen also nicht im Mittelpunkt.

Für wen lohnt es sich?

Wenn du Lego-Spiele magst und Batman cool findest, ist Das Vermächtnis des dunklen Ritters ziemlich sicher dein Ding. Besonders zusammen mit jüngeren Spielern passt es gut, weil die Rätsel einfach bleiben und die Kämpfe kaum bestrafen.

Wenn dich Lego-Spiele aber schon früher genervt haben, ändert dieses Spiel daran nicht viel. Das neue Kampfsystem klingt spannender, als es sich am Ende spielt. Dafür sind die Gegner zu harmlos und die Kämpfe zu oft gleich.

Für Batman-Fans ist es trotzdem stark. Nicht wegen harter Kämpfe, sondern wegen Gotham, den vielen Kostümen, den Fahrzeugen und den ganzen Anspielungen. Es ist ein Batman-Spiel zum Sammeln und Wiedererkennen, weniger eins zum Schwitzen.

Über den Autor

Alex Anfänger

Jüngster Autor im GoodGame.Ruhr Team mit frischem Blick auf moderne Gaming-Trends. Spezialisiert auf Battle Royale Games, Esports und die neuesten Gaming-Technologien. Bringt die Perspektive der Gen-Z in unsere Berichterstattung.