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Review

Darwin's Paradox im Test: Oktopus, Aliens und viele Fallen

Alex
  • 1 Min. Lesezeit

Darwin's Paradox klingt erst mal total schräg: Ein kleiner Oktopus wird von einem UFO entführt und landet auf dem Gelände eines Lebensmittelkonzerns. Daraus wird ein Sidescroller mit Schleichen, Sprüngen, Rätseln und einer Alien-Verschwörung.

Das Spiel dauert ungefähr acht Stunden und hat dabei erstaunlich viel Abwechslung. Du versteckst dich, tarnst dich, drückst rote Knöpfe und versuchst, Darwin irgendwie zurück ins Meer zu bringen.

Ein Oktopus will nach Hause

Darwin lebt am Anfang noch ganz normal im Meer. Er schwimmt mit anderen Oktopussen, lernt Tarnung und kann Tinte einsetzen. Dann wird er entführt und findet sich bei UFOOD wieder, einem Lebensmittelhersteller, der nicht das ist, was er vorgibt zu sein.

Hinter der Firma stecken Roboter und Aliens. Über verseuchtes Essen sollen Menschen beeinflusst werden. Auch die Regierung scheint dabei etwas zu verbergen. Das ist ziemlich viel für einen kleinen Oktopus, der eigentlich nur nach Hause will.

Dialoge gibt es nicht. Die Geschichte kommt über kurze stumme Szenen, Zeitungsartikel und Dinge im Hintergrund. Das reicht, damit du verstehst, was los ist.

Was gut ist

Darwin kann nicht kämpfen. Wenn dich ein Mitarbeiter oder sogar eine Möwe entdeckt, ist der Versuch vorbei. Das klingt streng, ist aber nicht zu hart, weil die Speicherpunkte fair gesetzt sind.

Du versteckst dich in Kisten, bewegst dich langsam weiter oder tarnst dich passend zur Umgebung. Tarnen klappt nur, wenn Darwin stillsteht. Am Anfang nervt das etwas, später baust du es automatisch in dein Timing ein.

Die Level wechseln oft ihre Ideen. Mal schleichst du hinter Gegenständen vorbei, mal springst du durch Lücken, mal musst du Zahnräder, Rohre, Aufzüge oder Messer im richtigen Moment schaffen. Wenn du denkst, du hast eine Mechanik verstanden, kommt meistens ein neuer Trick dazu.

Wenn du bei einem Rätsel festhängst, kannst du einen Hinweis bekommen. Der löst nicht alles für dich, hilft aber beim Weiterdenken.

Darwin ist der Star

Der kleine blaue Oktopus trägt das Spiel stark. Er wirkt sehr lebendig, reagiert viel über seine Augen und macht niedliche Geräusche. Sogar wenn er von Fallen erwischt wird, sieht es eher cartoonhaft aus als fies.

Die Level haben viele Details. Im Hintergrund passieren oft Dinge, die zur Alien-Geschichte passen. Manchmal lenkt das fast zu sehr ab, weil du gleichzeitig auf Fallen achten musst.

Im Menü kannst du Darwin andere Looks geben. Auch ein Anzug mit klarer Schleichspiel-Anspielung ist dabei. Spielerisch ändert das nichts, es ist nur fürs Aussehen.

Was nervt

Die Steuerung ist meistens einfach, aber nicht immer sauber. Besonders Hebel können nerven. Darwin springt daran, betätigt sie und lässt dann nicht zuverlässig los. Das kann ein Rätsel unnötig aufhalten.

Auch die Kamera sitzt nicht immer perfekt. Manchmal ist nicht sofort klar, wo Darwin gerade steht oder schwimmt. Dazu sind einige Bereiche sehr dunkel. Bei Sprüngen mit Fallen ist das blöd, weil du Stacheln oder Löcher nicht immer gut erkennst.

Du kannst die Helligkeit im Menü erhöhen. Trotzdem wäre es besser gewesen, wenn wichtige Stellen von Anfang an klarer sichtbar wären.

Für wen lohnt es sich?

Wenn du Jump'n'Runs magst, aber auch gerne schleichst und Rätsel löst, passt Darwin's Paradox gut. Die Mischung bleibt über die rund acht Stunden frisch und die fairen Speicherpunkte machen Fehlversuche weniger schlimm.

Perfekt ist es nicht. Hebel, Kamera und dunkle Bereiche können stören. Trotzdem macht Darwins Flucht Spaß, weil ständig etwas Neues passiert und der Oktopus einfach ein cooler Held ist.

Über den Autor

Alex Anfänger

Jüngster Autor im GoodGame.Ruhr Team mit frischem Blick auf moderne Gaming-Trends. Spezialisiert auf Battle Royale Games, Esports und die neuesten Gaming-Technologien. Bringt die Perspektive der Gen-Z in unsere Berichterstattung.