Resident Evil: Code Veronica bekommt im Remake nicht nur eine moderne Form, sondern auch eine neu sortierte Handlung. Capcom will die Geschichte so anpassen, dass sie klarer in die inzwischen deutlich größere Zeitlinie der Reihe passt.
Produzent Yoshiaki Hirabayashi betont dabei zwei Punkte: Das Remake soll Zusammenhänge zu anderen Resident-Evil-Spielen besser sichtbar machen, aber die Erinnerungen der Fans an das Original nicht leichtfertig übergehen.
Warum Capcom die Story anfasst
Code Veronica stammt aus einer anderen Phase der Serie. Das Original erschien 2000 für Dreamcast, später folgte Code: Veronica X für PlayStation 2. Seitdem hat Resident Evil viele neue Kapitel, Remakes und zusätzliche Hintergründe bekommen.
Genau deshalb will Capcom die Handlung des Remakes neu strukturieren. Laut Hirabayashi berücksichtigt das Team Story-Stränge aus anderen Teilen, die mit den Ereignissen von Veronica verbunden sind. Spieler sollen deutlicher erkennen, dass die einzelnen Titel nicht nur lose nebeneinander stehen.
Für Neueinsteiger kann das wichtig sein. Resident Evil ist inzwischen eine Reihe, bei der der Einstiegspunkt viel ausmacht. Wer erst mit den modernen Remakes oder mit neueren Hauptteilen angefangen hat, soll Claire Redfields Geschichte besser einordnen können.
Claire bleibt im Mittelpunkt
Capcom hat Code Veronica nach dem Remake von Resident Evil 4 als nächstes Projekt ausgewählt, weil Claires Abschnitt für die Reihe eine wichtige Rolle spielt. Während Resident Evil 4 zeigt, wie es mit Leon S. Kennedy weitergeht, dreht sich Veronica um Claire Redfields Suche nach ihrem Bruder Chris.
Der Kern bleibt Survival-Horror in der Third-Person-Perspektive. Claire versucht, einen T-Virus-Ausbruch auf Rockfort Island zu überleben. Ressourcenmanagement soll dabei weiter eine zentrale Rolle spielen.
Änderungen ja, aber nicht beliebig
Hirabayashi wurde auch gefragt, ob Capcom ähnlich wie beim Resident Evil 2 Remake bereit sei, deutlicher in die Vorlage einzugreifen. Seine Antwort fiel grundsätzlich positiv aus, aber mit einer klaren Einschränkung: Änderungen sollen nicht nur passieren, damit etwas anders ist.
Das Team will laut Hirabayashi die Erwartungen und Erinnerungen der Spieler ernst nehmen. Das passt zu Capcoms aktueller Linie bei Resident Evil: bekannte Figuren, Orte und Grundelemente sollen bewahrt werden, während einzelne Ideen neu gedacht werden dürfen.
Interessant ist auch, wer an dem Remake arbeitet. Laut Hirabayashi ist es dasselbe Team, das bereits die Remakes von Resident Evil 2 und Resident Evil 4 entwickelt hat. Die Arbeit an Veronica begann demnach nach dem Abschluss des RE4-Remakes.
Altes Feedback wird wieder ausgegraben
Capcom stützt sich nicht nur auf aktuelle Stimmen aus der Community. Hirabayashi sagte, dass das Team auch alte Rückmeldungen aus der Zeit seit der ursprünglichen Veröffentlichung ausgewertet hat. Es geht also darum, herauszufinden, was Spieler damals an Code Veronica geschätzt haben.
Das ist bei diesem Remake entscheidend. Code Veronica trägt keine Nummer im Titel, gilt bei vielen Fans aber als wichtiger Hauptteil der Reihe. Capcom scheint genau diesen Status ernst zu nehmen.
Was du vorher gespielt haben solltest
Das Original soll laut Hirabayashi keine Pflicht sein, um das Remake zu verstehen oder zu genießen. Wer aber mit den anderen Resident-Evil-Geschichten vertraut ist, dürfte mehr Zusammenhänge erkennen.
Für alte Fans klingt das nach einer vorsichtigen Neuordnung. Für neue Spieler könnte es der sauberere Einstieg in Claires Teil der Geschichte werden. Resident Evil: Code Veronica soll 2027 erscheinen.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
