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Review

Dave the Diver: In the Jungle im Test, ein großer Nachschlag

Lydia
  • 1 Min. Lesezeit

Dave the Diver: In the Jungle fühlt sich nicht wie ein kleiner Zusatz an. Das Content Pack schickt Dave und seine Crew in ein neues Gebiet, bringt ein eigenes Restaurant mit und füllt die Reise mit so vielen Nebenideen, dass der DLC fast wie ein zweiter Urlaub wirkt.

Wichtig ist: Der Ausflug richtet sich klar an Spielerinnen und Spieler, die das Hauptspiel bereits abgeschlossen haben. Dann startet die Reise nach Utara, wo ein seltsames Ereignis am See untersucht werden muss. Für rund zehn Stunden gibt es neue Fische, neue Aufgaben, Dorfleben, Minispiele und einen überraschend großen Anteil abseits des Wassers.

Ein neuer Ort, aber Dave bleibt Dave

Der DLC beginnt mit einem Dorf namens Utara und einem Gewässer, das nicht einfach nur ein neuer Tauchplatz ist. Das Wasser ist stark verschmutzt. Dadurch kann Dave zu Beginn nicht so frei arbeiten wie gewohnt. Gute Fänge sind schwerer, tiefere Bereiche bleiben erst einmal außer Reichweite.

Das passt gut zum Aufbau. Statt sofort alles freizugeben, sammelt Dave Materialien für ein Reinigungswerkzeug und hilft den Menschen im Dorf bei ihren Anliegen. Die Aufgaben sind wieder in kleine Geschichten eingebettet. Das ist eine der größten Stärken von Dave the Diver: Eine To-do-Liste fühlt sich selten wie eine reine Checkliste an, weil fast jede Bitte einen kleinen Dialog, eine schräge Situation oder einen neuen Anlass zum Lächeln bekommt.

Der Ton bleibt freundlich und leicht. Auch wenn es um verschmutztes Wasser und seltsame Vorfälle geht, kippt der DLC nicht ins Düstere. Für mich ist das wichtig, weil Dave the Diver genau dann am besten ist, wenn es entspannt wirkt, aber trotzdem immer etwas zu tun gibt.

Unter Wasser ist vieles vertraut

Beim Tauchen verändert In the Jungle nicht alles. Du zielst weiter mit der Harpune, holst Fische per Tastendrücken ein und schwächst größere oder gefährliche Tiere vorher mit Schusswaffen. Messer, Paddel und spätere Spezialwerkzeuge wie Netze oder kleine Bomben bleiben Teil des Werkzeugkastens.

Neu ist, dass eine Waffe zwischen vier Schussarten wechseln kann. Das gibt den bekannten Tauchgängen mehr Flexibilität, ohne das Grundgefühl zu verlieren. Wer Dave the Diver wegen seiner ruhigen, aber trotzdem aktiven Unterwasser-Ausflüge mochte, muss sich also nicht neu einlernen.

Der See wirkt außerdem größer, als er zuerst aussieht. Wie im Hauptspiel gibt es tiefere Ebenen, Geheimnisse und kleine Überraschungen. Genau diese Mischung ist wieder stark: Du gehst nur kurz tauchen, willst ein paar Materialien holen und kommst dann mit drei neuen Aufgaben, neuen Fischen und einem Plan für den nächsten Abend zurück.

Das neue Restaurant spielt sich anders

Die deutlichere Veränderung passiert an Land. Im neuen Restaurant läuft Dave nicht mehr nur links und rechts hinter der Theke entlang. Die Gäste sitzen an mehreren Tischen im Raum. Dadurch bewegt sich der Service über den ganzen Bildschirm und fühlt sich lebendiger an.

Auch die Minispiele wechseln. Statt nur die bekannten Abläufe zu wiederholen, gießt du Cocktails ein, grillst Spieße und musst manchmal einen frechen Dschungelaffen vertreiben, bevor er Essen klaut. Das klingt klein, hilft aber sehr gegen Routine.

Für neue Spielerinnen und Spieler kann die Menge an Aufgaben schnell viel wirken. Wer das Hauptspiel kennt, wird sich aber schnell einfinden. In the Jungle stapelt viele Systeme aufeinander, erklärt sie aber über bekannte Abläufe. Das macht den DLC angenehm, wenn du abends lieber beschäftigt als überfordert sein willst.

Das Dorf macht den DLC größer

Der größte Schritt nach vorn ist das Dorf. Dave kann sich dort frei bewegen, mit Bewohnerinnen und Bewohnern sprechen und viele kleine Dinge erledigen. Das Hauptspiel hatte bereits einen Gartenbereich. In the Jungle baut diese Idee spürbar aus.

Du sammelst Früchte wie Kokosnüsse und Bananen, fällst Bäume für Holz und legst eine Schmetterlingssammlung an. Dazu kommt ein gefährlicher Teil des Dschungels mit einer alten Tempelanlage. Dort wechselt das Spiel in einfache, aber spaßige Rundenkämpfe, inklusive Upgrades, Spezialattacken und Bossen.

Das ist nicht plötzlich ein komplett anderes Rollenspiel. Es bleibt ein Minispiel im großen Dave-Paket. Aber es zeigt gut, warum der DLC so umfangreich wirkt. Er fügt nicht nur neue Fische ein. Er baut neue Beschäftigungen um das bekannte Spiel herum.

Viele kleine Spiele im Spiel

In the Jungle bleibt der Linie des Hauptspiels treu: Immer wenn du denkst, jetzt kennst du den Ablauf, kommt eine neue kleine Idee dazu. Käfer können in Kämpfen gegeneinander antreten. Der Dschungel bringt rundenbasierte Gefechte. Das Restaurant hat neue Serviceaufgaben. Der See öffnet sich Stück für Stück.

Das kann Sammelfans sehr glücklich machen. Wer gerne Listen abarbeitet, neue Rezepte vorbereitet und nebenbei kleine Nebenaufgaben mitnimmt, bekommt viel zu tun. Wer nur tauchen möchte, muss mit mehr Ablenkung rechnen. Der DLC legt den Schwerpunkt klar breiter an als ein reines Unterwasser-Update.

Wertung

  • Gameplay: 5 von 5, weil der DLC die bekannten Tauchgänge sinnvoll ergänzt und an Land viele neue Systeme bietet.
  • Grafik: 4 von 5, weil das neue Dorf, der Dschungel und die kleinen Szenen den charmanten Stil des Spiels weitertragen.
  • Story: 4 von 5, weil die Aufgaben wieder humorvoll eingebettet sind und Utara genug Anlass zum Weiterspielen gibt.
  • Sound: 3 von 5, da die vorliegenden Eindrücke keine starken neuen Audio-Details nennen.

Für wen lohnt sich In the Jungle?

Wenn du Dave the Diver durchgespielt hast und mehr von dieser Mischung aus Tauchen, Restaurantstress und schrägen Nebenideen willst, ist In the Jungle ein sehr naheliegender Kauf. Der Umfang von etwa zehn Stunden ist für ein Paket um die zehn Euro stark, vor allem weil neue Mechaniken und Gebiete dazukommen.

Wer mit dem Hauptspiel nichts anfangen konnte, wird hier vermutlich nicht bekehrt. In the Jungle ist größer und vielseitiger, aber es bleibt Dave the Diver. Genau deshalb funktioniert es so gut. Der DLC kennt die Stärken des Spiels und gibt ihnen mehr Platz, ohne den gemütlichen Kern zu verlieren.

Über den Autor

Lydia Autor

Community-Managerin bei GoodGame.Ruhr und Expertin für Mobile Gaming und Casual Games. Sorgt dafür, dass unsere Community lebendig bleibt und organisiert regelmäßige Gaming-Events und Turniere.