The Blood of Dawnwalker zeigt in neuem Gameplay eine frühe Prolog-Quest und macht dabei recht klar, worauf Rebel Wolves bei seinem kommenden RPG setzt: Erkundung, dunkle Fantasy, Schwertkämpfe und eine Hauptfigur mit einem massiven inneren Bruch.
Wichtig ist dabei: Das ist kein Test und keine eigene Hands-on-Erfahrung. Das gezeigte Material liefert aber genug Ansatzpunkte, um die Richtung des Spiels besser einzuordnen.
Coen steht zwischen Mensch und Vampir
Im Zentrum steht Coen. Er ist verflucht und lebt tagsüber als Mensch, nachts als Vampir. Diese zwei Seiten sollen nicht nur ein erzählerischer Kniff sein. Laut den bisherigen Informationen ist es wichtig, beide Formen zu beherrschen, um seine Familie vor einem feindlichen Vampirhof zu retten.
Das ist ein starker Rahmen für ein Rollenspiel. The Blood of Dawnwalker muss daraus aber mehr machen als nur ein cooles Bild. Spannend wird, ob die Tag-Nacht-Idee wirklich Entscheidungen, Fähigkeiten und Quests beeinflusst oder ob sie vor allem als Stimmungsträger dient.
Die Quest führt tief unter die Erde
Das neue Gameplay zeigt eine Prolog-Quest namens Deep Down. Hier ist Coen noch jung und noch nicht vom Vampirfluch betroffen. Er sucht in einer unterirdischen Ruine nach Lazar, einem verschwundenen Einheimischen.
Die Szene wirkt wie ein klassischer Einstieg in eine größere Fantasy-Geschichte: eine vermisste Person, alte Steine, Hinweise aus der Vergangenheit und das Gefühl, dass unter der Oberfläche mehr liegt als ein einfacher Rettungsauftrag.
Beim Untersuchen eines alten Wandgemäldes erfährt Coen von früheren Helden und verborgenen Schätzen. Solche Momente sind für ein RPG wichtig, weil sie die Welt nicht nur über Dialoge erklären, sondern über Orte und Fundstücke.
Erkundung soll mehr liefern als nur Loot
Das Video zeigt ein Erkundungssystem, mit dem Spieler versteckte Hintergrundgeschichten entdecken können. Gleichzeitig lassen sich Hinweise auf besondere Beutegegenstände finden.
Das klingt nach einer sinnvollen Verbindung: Wer genauer hinsieht, bekommt nicht nur Material für den nächsten Ausrüstungswechsel, sondern auch mehr Kontext zur Welt. Gerade bei einem Spiel mit düsterem Vampirthema kann das viel tragen, wenn die Orte gut geschrieben sind.
- Die Quest spielt in einer unterirdischen Ruine.
- Coen sucht nach dem verschwundenen Lazar.
- Ein Wandgemälde verweist auf alte Helden und Schätze.
- Erkundung deckt Hintergrundgeschichten und Beutehinweise auf.
- Am Ende steht ein Bosskampf gegen den Forgotten Guardian.
Der Bosskampf setzt auf Tempo
Zum Schluss des gezeigten Abschnitts kommt es zum Kampf gegen den Forgotten Guardian. Beschrieben wird die Begegnung als schnell. Damit ist zumindest klar, dass The Blood of Dawnwalker nicht nur auf langsames Untersuchen und Dialoge setzt.
Für mich ist hier die Balance entscheidend. Ein Rollenspiel mit Vampirfluch, Familiendrama und alten Ruinen braucht starke Atmosphäre. Es braucht aber auch Kämpfe, die auf Dauer tragen. Acht Minuten Material können diese Frage noch nicht beantworten, geben aber einen ersten Eindruck der Richtung.
Warum das Projekt auffällt
Rebel Wolves hat bei The Blood of Dawnwalker zusätzliche Aufmerksamkeit, weil das Projekt vom Regisseur von The Witcher 3 geleitet wird und im Team viele frühere CD-Projekt-Red-Mitarbeitende sitzen. Das allein macht noch kein gutes Spiel. Es erklärt aber, warum viele RPG-Fans genau hinschauen.
In den kommenden Informationen sollen unter anderem der Vampirhof, Fertigkeitsbäume, Fantasy-Völker sowie Zeit- und Erzählsysteme eine größere Rolle spielen. Genau dort wird sich zeigen, wie eigenständig The Blood of Dawnwalker wirklich wird.
Der Prolog-Ausschnitt setzt jedenfalls die richtigen Fragen auf den Tisch: Wie stark wirkt Coens Doppelleben im Spielsystem? Wie frei darf man Quests lesen und lösen? Und wie viel Gewicht bekommen Erkundung, Kampf und Geschichte im Verhältnis zueinander?
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
