EVE Vanguard ordnet sein Kernspiel mit Operation Avalon neu. Der Shooter setzt jetzt deutlich auf riskante Einsätze: als Klon auf einen Planeten, Ausrüstung und Ressourcen sichern, dann rechtzeitig wieder herauskommen. Wer stirbt, verliert die Ausrüstung des aktuellen Klons.
Das passt zum EVE-Universum und gibt den Runden einen klaren Druck. Es geht nicht um einen letzten Überlebenden oder einen schrumpfenden Kreis. Entscheidend ist, wie weit du für bessere Beute gehen willst und ob dein Plan für den Rückzug funktioniert.
Beute, Risiko und klare Zonen
Operation Avalon spielt auf einer neuen, handgebauten Karte, deren Bereiche teilweise zufällig variieren. Orte sind nach der Stärke der dort auftretenden NPCs markiert. Stärkere Gegner bedeuten bessere Beute, aber auch mehr Widerstand und mehr Konkurrenz durch andere Teams.
Für den Einstieg sind die äußeren, leichteren Bereiche wichtig. Dort lässt sich Beute sammeln und das Plündern üben, ohne direkt in die härtesten Kämpfe zu geraten. Komplett sicher ist man trotzdem nicht. Beim Öffnen von Containern werden Gegenstände nacheinander sichtbar, während der Klon angreifbar bleibt. Wer an einer Kiste stehen bleibt, muss Sichtlinien und mögliche Scharfschützen im Blick behalten.
Die besten Bereiche verlangen Vorbereitung
Besonders wertvolle Zonen können Schlüssel aus anderen Teilen der Karte verlangen. Dort warten die stärksten NPCs und vermutlich auch die Spieler, die auf hochwertige Ausrüstung aus sind. Der Command Block im Nordwesten wirkte im Test wie ein Gebiet für gut vorbereitete Gruppen. Selbst mehrere Verbündete kommen ohne passendes Loadout nicht weit.
Genau hier soll das Fortschrittssystem greifen. Erfolgreiche Einsätze liefern Ressourcen und Baupläne. Verlorene Waffen sind dann nicht zwingend dauerhaft weg: Mit einem bekannten Bauplan können Kopien aus Grundmaterialien erneut hergestellt werden. Das macht Niederlagen teuer, aber nicht automatisch zum kompletten Neustart.
Loadouts mit Chipsets
Neben Waffen baut Vanguard auf Chipsets. Diese ausrüstbaren Vorteile lassen sich kombinieren und formen einen Build. Sie können etwa Optiken ergänzen, das Nachladen beschleunigen oder die Funktionsweise einer Waffe verändern. Für Teams dürfte das wichtig werden: Nicht jeder muss dieselbe Rolle spielen, wenn die Ausrüstung unterschiedliche Stärken abdeckt.
Schießen soll sich weniger schwebend anfühlen
Ein großer Punkt bei Operation Avalon ist das Bewegungs- und Schussgefühl. Nach Rückmeldungen aus einem früheren Test wurde daran gearbeitet, dass sich die Klone nicht mehr wie frei schwebende Waffen anfühlen. Die aktuelle Fassung soll mehr Gewicht vermitteln, dabei aber beweglich bleiben.
Das ist für einen Extraction-Shooter entscheidend. Gute Beute und Crafting helfen wenig, wenn Laufwege, Deckung und Feuergefechte nicht sitzen. Die Richtung stimmt: Vanguard verbindet Risiko, Ausrüstungsverlust und Vorbereitung mit deutlich stärkerem Fokus auf das eigentliche Gunplay.
Öffentlicher Test bis 20. Juli
Operation Avalon ist bis zum 20. Juli öffentlich spielbar. Die dauerhafte Verbindung mit EVE Online ist laut den Verantwortlichen bis Ende des Jahres geplant, sofern die Arbeiten nach Plan laufen. Bis dahin zeigt der Test vor allem, ob die neuen Kämpfe und die riskanten Einsätze auch über einzelne starke Runden hinaus tragen.
Über den Autor
Von FIFA bis Call of Duty, von Farming Simulator bis Age of Empires – ich liebe Games, bei denen Skill, Planung und Reaktion zählen. Ob auf dem virtuellen Schlachtfeld oder im Stadion: Ich spiele smart, schnell und immer mit Spaß. Let’s play smarter, not harder!