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Castlevania: Belmont’s Curse: Starkes Fundament für die Rückkehr

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Castlevania: Belmont’s Curse will nicht einfach die Vergangenheit kopieren. Die erste spielbare Fassung setzt auf die vertraute Mischung aus Erkundung, Abkürzungen, Bossen und neuen Fähigkeiten, übersetzt sie aber in einen modernen 2D-Look.

Das passt überraschend gut zum Material. Evil Empire und Motion Twin bringen Erfahrung mit schnellen, präzisen Kämpfen mit. Gleichzeitig bleibt Belmont’s Curse bei einer festen Progression statt auf Rogue- oder Soulslike-Strukturen zu setzen. Wer an den 2D-Teilen der Reihe hängt, dürfte sich schnell orientieren können.

Rose Belmont zieht nach Paris

Die Handlung beginnt 1499 in Paris, 23 Jahre nach Castlevania III: Dracula’s Curse. Im Mittelpunkt steht Rose Belmont, die Tochter von Trevor Belmont. Mit der Vampire Killer zieht sie gegen Dracula und seine Kreaturen los.

Die Peitsche ist dabei nicht nur für Angriffe da. Rose nutzt sie, um über Lücken zu schwingen, Gegner heranzuziehen und brüchige Stellen in der Umgebung zu öffnen. Das gibt der Fortbewegung einen eigenen Rhythmus und macht die Familienwaffe zum wichtigen Werkzeug für die Erkundung.

Waffen wechseln, Kräfte gezielt verbessern

Für den direkten Kampf stehen sieben Waffenklassen in Aussicht. In der gezeigten Fassung waren Schwert, Lanze und Fäustlinge verfügbar. Die Unterschiede sind klar: Die Lanze hilft gegen fliegende Gegner und kann geworfen werden, während die Fäustlinge hinter langsamen Schildträgern ihre Stärke ausspielen.

Dazu kommen Arcanas, also magische Fähigkeiten. Ein Holy Cross fliegt etwa als Bumerang durch Gegnerreihen und verursacht auf Hin- und Rückweg Schaden. Solche Kräfte lassen sich weiter ausbauen, etwa durch größere Reichweite, mehr Schaden oder ein zusätzliches Geschoss.

Die Punkte dafür gibt es über Works of Mercy. Diese kleinen Aufgaben verlangen einen gezielten Einsatz der jeweiligen Fähigkeit. Wer beispielsweise fünf Feinde mit einem einzigen Kreuz erwischt, wird mit einem Upgrade belohnt. Das ist ein sinnvoller Anreiz, nicht immer nur auf die sichere Standardattacke zu setzen.

Drei Bosse, mehrere Wege

Das erste Gebiet enthält drei Bosse, deren Reihenfolge frei gewählt werden kann. Der Weg zu ihnen fordert unterschiedliche Dinge: Klettern und Peitschenmanöver auf dem Weg zum Kirchturm, Rätsel in den Pariser Kanälen und ein Bosskampf, dessen Lösung sich aus Hinweisen in der Spielwelt ableiten lässt.

Besiegte Bosse verändern offenbar die weiteren Möglichkeiten. Nach dem Kampf gegen die medusenartige Gegnerin erhält Rose unter anderem ein Schild und einen Zauber, der Gegner versteinert. Schwierige Abschnitte lassen sich dadurch möglicherweise zunächst umgehen, während man anderswo Ausrüstung und Verbesserungen sucht. Diese Freiheit könnte auch nach dem ersten Durchlauf noch interessante Routen eröffnen.

Lesbar trotz vieler Effekte

Optisch geht Belmont’s Curse bewusst weg vom Pixel-Look. Das brennende Paris und die gelb-rote Beleuchtung rund um Notre-Dame schaffen eine düstere Stimmung, ohne dass das Spiel in Standbildern wie ein klassisches Castlevania wirken muss.

Entscheidend ist die Bewegung. Flüssige Animationen und Parallax-Hintergründe geben den Schauplätzen Tiefe. In Kämpfen fliegen Geschosse, Trümmer und Spezialeffekte über den Bildschirm, doch die wichtige Information bleibt erkennbar: Wo droht ein Treffer, wann lohnt sich Blocken, wann Ausweichen? Das ist bei einem schnellen 2D-Actionspiel keine Kleinigkeit.

Schwierig, aber nicht starr

Die gezeigten Bosse hatten unterschiedliche Hürden. Einer verlangte mehrere Versuche und Upgrades, ein anderer fiel nach rund zwei Stunden Spielzeit direkt beim ersten Anlauf. Weil das Gebiet nicht strikt linear aufgebaut ist, kann man bei einer harten Stelle offenbar erst einmal weiterziehen.

Genau darin liegt der bisher stärkste Punkt von Belmont’s Curse. Das Spiel will fordern, gibt Spielern aber Werkzeuge und Alternativen an die Hand. Wenn diese Balance auch im restlichen Schloss hält, könnte hier ein 2D-Castlevania entstehen, das alte Serientugenden ernst nimmt und trotzdem nicht wie ein Rückblick wirkt.

Castlevania: Belmont’s Curse erscheint am 15. Oktober 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch und Steam.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.