Zurück zu den News
Review

Splatoon Raiders im Test: Starke Builds, harte Missionen

Alex
  • 1 Min. Lesezeit

Splatoon Raiders geht einen anderen Weg als die bekannten Teile. Statt PvP steht eine lange Action-RPG-Kampagne im Mittelpunkt. Du sammelst Beute, baust deinen Charakter um und probierst immer neue Kombinationen aus.

Das klappt laut Test richtig gut. Vor allem die Gadgets sorgen dafür, dass du nicht einfach nur deine Lieblingswaffe nimmst und alles wegschießt. Du musst überlegen, was zu deinem Spielstil und zur nächsten Mission passt.

Was an den Builds so gut ist

Alle elf Waffenarten aus Splatoon sind dabei. Dazu kommen Gadgets, die unabhängig von der Hauptwaffe funktionieren. Sie gehören zu den Tanks Speed, Power oder Tactical. Du darfst zwei Gadgets gleichzeitig ausrüsten.

Speed setzt auf Bewegung, etwa mit einer Sprungbombe oder einem Greifhaken. Power bringt viel Schaden. Tactical hilft dabei, Gegner zu kontrollieren. Die Bombloons sind ein gutes Beispiel: Mehrere dieser Sprengsätze können verbunden werden. Je nach Ausbau kannst du sie für größere Explosionen oder länger bleibende Verbindungen nutzen.

Das Beste daran: Die Ausrüstung lässt sich weit ausbauen. Mit Stufenaufstiegen entsteht Platz für weitere Fähigkeiten in den Gadgets. So können sehr unterschiedliche Builds entstehen. Ein Build kann auf schnelle Bewegungen gehen, ein anderer auf Schaden oder auf Effekte, die Gegner passiv treffen.

Ein kleines Problem gibt es beim Basteln. Für gewünschte Upgrades fehlt offenbar eine Merkliste für Materialien. Wer gezielt etwas bauen will, muss sich die nötigen Zutaten selbst notieren oder merken. Das nervt bei einem Spiel, in dem man dauernd an seiner Ausrüstung schraubt.

Die Kämpfe sind nicht zu leicht

Raiders verlangt mehr als gutes Zielen. Gegnerhorden können dich schnell überrollen, wenn dein Build nicht passt. Die Salmoniden haben unterschiedliche Stärken, und oft musst du in wenigen Sekunden entscheiden, welchen Gegner du zuerst besiegst.

Es gibt drei Schwierigkeitsstufen. Sie ändern den Schaden, den du einsteckst, aber nicht die Level, Erfahrungspunkte oder Belohnungen. Das ist fair: Wenn du es einfacher brauchst, verpasst du nicht automatisch Inhalte.

Besonders gut ist, dass Scheitern nicht wie Zeitverschwendung wirken soll. Missionen dauern nur ein paar Minuten. Wenn eine Aufgabe zu schwer ist, gehst du zurück, verbesserst Gadgets oder spielst andere Missionen für Materialien. Danach versuchst du es mit einem besseren Plan erneut.

Viele Missionen, die etwas anderes wollen

Es gibt mehrere Arten von Levels. Manche sind eher gerade Wege mit Plattform-Stellen und Gegnerwellen. In Dungeons zählt Zeit, Schaden und schnelles Spielen. Salmonid Dens konzentrieren sich auf bestimmte Gegner und funktionieren fast wie kleine Rätsel: Das richtige Gadget kann wichtiger sein als reine Feuerkraft.

Dann gibt es Aufgaben, in denen du einen großen Kristall abbaust. Du kannst früh aufhören oder für mehr Belohnungen länger riskieren, getroffen zu werden. Die Sampler Dungeons sind ebenfalls stark. Dort bekommst du vorgegebene Ausrüstung und lernst durch Rätsel, was ein Gadget alles kann. Das macht Lust, die eigene Version davon aufzurüsten.

Auch die Spicy-Versionen bekannter Levels klingen nach einer guten Herausforderung. Sie erhöhen Gegnerzahl und Schwierigkeit deutlich. Dabei soll das Spiel trotz vieler Gegner mit stabilen 60 Bildern pro Sekunde laufen.

Was nicht so stark aussieht

Optisch bleibt Raiders wohl hinter dem zurück, was man bei Splatoon erwarten könnte. Die Waffen mit Klebeband, Flaschen und anderem Schrott passen super zur Bastler-Idee. Die eigentlichen Gebiete wirken aber öfter ähnlich, mit wiederholten Umgebungen und eher gedeckten Farben.

Das ist schade, weil Splatoon sonst für auffällige Farben und starke Orte bekannt ist. Die Kämpfe bleiben zwar spannend, aber beim Durchlaufen der Levels fehlt manchmal der Wow-Moment.

Allein besser, zusammen trotzdem cool

Die gesamte Kampagne lässt sich online mit bis zu vier Personen spielen. Jede Person bekommt eigene Beute und Fortschritt. Praktisch ist die Anpassung an unterschiedliche Level: Spielst du mit jemandem auf niedrigerem Level, sollen Gegner und Belohnungen für jede Person passend berechnet werden.

Du kannst außerdem deine eigene Schwierigkeit wählen, während andere leichter spielen. Das ist hilfreich, wenn ihr nicht alle gleich gut seid. Wer allein Hilfe braucht, kann andere Spieler um Unterstützung bitten.

Trotzdem scheint Raiders allein etwas besser zu funktionieren. Mit mehreren Leuten fällt ein Teil der cleveren Gegneraufgaben weg, weil mehr Feuerkraft viele Situationen schneller löst. Für eine Runde mit Freunden ist der Koop klar cool. Für die erste Kampagne lohnt sich Solo aber wahrscheinlich mehr.

Für wen lohnt es sich?

Wenn du Splatoon magst und mehr als schnelle Online-Matches willst, sieht Raiders nach einem richtig starken Spin-off aus. Die große Stärke sind die Builds. Du kannst viel ausprobieren, wirst für gute Ideen belohnt und musst die Ausrüstung auch wirklich nutzen.

Die Leveloptik und das fehlende Material-Merken sind klare Schwächen. Aber die Mischung aus harten Kämpfen, kurzer Missionslänge und vielen Gadgets macht Splatoon Raiders zu einem Spiel, das dich lange beschäftigen kann.

Über den Autor

Alex Anfänger

Jüngster Autor im GoodGame.Ruhr Team mit frischem Blick auf moderne Gaming-Trends. Spezialisiert auf Battle Royale Games, Esports und die neuesten Gaming-Technologien. Bringt die Perspektive der Gen-Z in unsere Berichterstattung.