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Songs of the Past: The Witcher 3 bekommt 2027 neues Leben

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

The Witcher 3 kehrt 2027 mit Songs of the Past zurück. Die Erweiterung wurde auf der Gamescom angekündigt und dort erstmals in einer längeren, nicht selbst spielbaren Demonstration gezeigt. Sie setzt früh in der Handlung an und verbindet eine neue Geschichte mit einem umfassenden Update für das inzwischen elf Jahre alte Rollenspiel.

Der interessante Punkt ist nicht allein mehr Inhalt. CD Projekt Red will offenbar auch jene Stellen anfassen, die Neueinsteiger und Rückkehrer bislang ausgebremst haben: Steuerung, Animationen und Charakterentwicklung sollen deutlich zeitgemäßer wirken.

Eine große neue Region für Geralt

Schauplatz der Erweiterung ist Letten, eine offene Region, deren Umfang mit Blood and Wine verglichen wird. Ihre Landschaft orientiert sich an südlichem Polen und England. Im gezeigten Material wirkt sie belebt: Figuren gehen ihren Tätigkeiten nach, Gespräche am Wegesrand reichen von häuslichem Streit bis zu sehr handfesten Beschwerden über betrunkene Besucher.

Solche kleinen Szenen waren stets eine Stärke von The Witcher 3. Wenn Songs of the Past diesen Alltag glaubwürdig fortführt, könnte Letten mehr sein als eine hübsche Kulisse für neue Quests.

Die Kette verändert Geralts Arsenal

Als neue Waffe kommt eine Kette hinzu, die bereits aus dem Intro des ersten The Witcher bekannt ist. Geralt kann Gegner damit zu sich ziehen und anschließend besonders brutale Finisher ausführen. Das passt zum rauen Ton der Reihe und bringt eine zusätzliche Option in Kämpfe, die bisher stark von Schwertern, Zeichen und Vorbereitung lebten.

Wie groß der Einfluss der Kette auf Taktik und Gegnerdesign tatsächlich wird, lässt sich nach einer Vorführung noch nicht beurteilen. Die gezeigten Aktionen deuten aber darauf hin, dass sie nicht nur ein optischer Bonus sein soll.

Remaster statt bloßer Rückkehr

Parallel zur Erweiterung wird eine überarbeitete Version von The Witcher 3 gezeigt. Verbesserte Animationen und eine modernisierte Steuerung sollen sich direkt bemerkbar machen. Dazu kommen klarere Skilltrees und neue Talentpunkte. Gerade das alte, umfangreiche System der Charakterentwicklung könnte dadurch verständlicher und weniger sperrig werden.

Das ist eine sinnvolle Richtung. The Witcher 3 hat seine Klasse nie durch einfache Systeme definiert, aber einige seiner Einstiegshürden wirken heute unnötig altmodisch. Wenn das Update Komplexität bewahrt und Reibung reduziert, profitiert davon die gesamte Kampagne.

Die Geschichte bleibt der wichtigste Grund

Die Demonstration hält Details zur Handlung bewusst zurück. Sichtbar war aber, dass Songs of the Past erneut auf nachvollziehbare Figuren, aufwendig inszenierte Zwischensequenzen und einen markanten Soundtrack setzt. Genau hier muss die Erweiterung überzeugen: Neue Technik und eine neue Waffe sind willkommen, doch Geralts Welt funktioniert vor allem dann, wenn ihre Konflikte hängen bleiben.

Für langjährige Fans klingt das nach einer Rückkehr zu den Kernstärken der Reihe. Wer The Witcher 3 bisher wegen seines Alters oder seines dichten Systems liegen ließ, bekommt 2027 möglicherweise den bisher besten Anlass für einen neuen Anlauf.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.