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Hela in der Vorschau: Süße Mäuse, aber noch zu viele Fragezeichen

Lydia
  • 1 Min. Lesezeit

Hela sieht nach einem Spiel aus, das man gern gemeinsam entdecken möchte: Kleine Mäuse reisen durch das schwedische Hinterland und helfen einer Hexe dabei, Magie zurückzubringen. Die ruhige Umgebung und die niedliche Gestaltung schaffen schnell eine warme Stimmung.

Beim gezeigten gamescom-Build stand diesem Charme aber einiges im Weg. Rätsel blieben oft zu unklar, einzelne Regeln wurden nicht erklärt und technische Fehler störten den Ablauf. Bis zum geplanten Release gegen Ende des Jahres gibt es deshalb noch wichtige Baustellen.

Koop auch ohne feste Gruppe

Das zentrale System von Hela heißt Shade. Die Maus kann eine Kopie ihres aktuellen Zustands erzeugen. Diese Shades ersetzen fehlende Mitspielende teilweise: Bis zu vier Personen können zusammen spielen, entweder lokal oder online. Wer mit weniger Leuten unterwegs ist, darf dafür mehr Kopien erstellen.

Das klingt nicht nur nach einem Notbehelf, sondern nach einem spannenden Werkzeug für Rätsel. Ein Shade kann etwa mitten im Flug platziert werden. Danach kann sich die Maus daran festhalten, um weiter zu gleiten. Für Herausforderungen lassen sich Shades außerdem vorab an wichtigen Punkten abstellen, damit Wege schneller zurückgelegt werden können.

Gerade für Spielerinnen und Spieler, die nicht immer eine komplette Koop-Gruppe organisieren können, ist das eine gute Idee. Wichtig wird sein, dass das Spiel diese Möglichkeiten verständlich erklärt und niemand mit der Planung alleinlässt.

Freie Wege brauchen bessere Hinweise

Hela setzt auf eine offene Sandbox-Struktur. Das kann zum Ausprobieren einladen, führte im gezeigten Abschnitt aber auch zu Frust. Einige Rätsel machten nicht deutlich, was überhaupt verlangt wird.

Ein Beispiel waren Steine, die in einer bestimmten Reihenfolge gestapelt werden sollten. Sie verschwanden jedoch wieder, wenn keine Maus oder kein Shade sie an Ort und Stelle hielt. Diese Regel wurde nicht vermittelt. Solche Momente fühlen sich nicht wie ein kniffliges Rätsel an, sondern wie fehlende Information.

Für die fertige Fassung sollen Verbesserungen an der Benutzeroberfläche geplant sein. Das wäre besonders wichtig, damit Hela offen bleiben kann, ohne dass man bei jedem Problem raten muss.

Technik darf die gemütliche Reise nicht ausbremsen

Der vorgeführte Build war laut Angaben nicht aktuell, und es soll bereits Verbesserungen für den Spielfluss geben. Trotzdem traten Bugs und Glitches auf. Unter anderem konnte sich die Maus plötzlich ohne sichtbaren Ankerpunkt durch die Luft bewegen.

Solche Fehler können in einer frühen Version passieren. Bei einem Spiel, das stark von entspanntem Erkunden und gemeinsamen Lösungen lebt, fallen sie aber besonders auf. Hela hat mit seinem Frosch-Rucksack, den Gleitpassagen und den kreativen Koop-Ideen eine starke Grundlage. Entscheidend ist jetzt, dass Steuerung, Hinweise und Technik bis zum Release zuverlässig zusammenspielen.

Worauf du achten solltest

  • Die Shade-Mechanik könnte Solo- und kleinen Gruppen mehr Möglichkeiten geben.
  • Die Rätsel brauchen klarere Rückmeldungen zu Regeln und Zielen.
  • Der gezeigte Stand hatte noch technische Fehler.
  • Wer gemütliche Koop-Abenteuer mag, sollte Hela weiter im Blick behalten, aber die Entwicklung bis zum Release beobachten.

Über den Autor

Lydia Autor

Community-Managerin bei GoodGame.Ruhr und Expertin für Mobile Gaming und Casual Games. Sorgt dafür, dass unsere Community lebendig bleibt und organisiert regelmäßige Gaming-Events und Turniere.