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Crazy Taxi: World Tour angespielt: Driften statt bremsen

Alex
  • 1 Min. Lesezeit

Bei Crazy Taxi: World Tour zählt nicht, ob du sauber fährst. Du sollst Kurven schneiden, quer durch die Stadt driften und jede Rampe mitnehmen, die dir Zeit spart. Genau dieses Gefühl kam in der Gamescom-Demo schnell rüber.

Die gezeigte Deutschlandkarte ist keine echte Nachbildung. Sie mischt Eindrücke aus verschiedenen Regionen, darunter Bayern und Nordrhein-Westfalen. Das klingt erst mal seltsam, passt aber gut zu einem Spiel, das lieber verrückte Wege als realistische Straßenregeln will.

Das Taxi fährt sich richtig arcadig

Die Autos reagieren direkt und leicht. Du kannst hart einlenken, das Heck rauswerfen und enge Ecken mit einem Drift nehmen. Das Taxi ist kein realistisches Auto, sondern eher dein Werkzeug, um möglichst schnell ans Ziel zu kommen.

Bei den normalen Fahrten sammelst du Passagiere ein und bekommst ein Ziel mit Zeitlimit. Schneller fahren bringt bessere Belohnungen. Riskante Manöver können außerdem Zeit oder Punkte bringen. Das Grundprinzip ist super leicht zu verstehen, aber du merkst schnell: Ohne gute Abkürzungen wird es eng.

Die Karte ist ein großer Spielplatz

Viele Straßen haben Nebenwege, enge Durchfahrten und Sprünge. Eine Route, die beim ersten Versuch noch langsam wirkt, kann später die beste sein. Genau das macht den Reiz aus: Du lernst die Stadt nach und nach auswendig.

Zusätzlich gibt es kleine Aufgaben in der Welt. Mal sollst du besonders lange driften, mal einen Abschnitt schnell schaffen. Sie geben dir einen Grund, nicht nur stur von einem Fahrgast zum nächsten zu fahren.

Auch ein Wechsel zwischen Tag und Nacht ist dabei. Nachts sorgen Straßenlaternen und beleuchtete Gebäude für mehr Großstadt-Stimmung. Auf der Karte fehlt natürlich auch ein Autobahn-Abschnitt nicht.

Fahrgäste sorgen für Quatsch

Nicht jede Mission läuft gleich ab. Manche Passagiere haben eine eigene kleine Aufgabe. Ein Balletttänzer will zum Beispiel, dass du möglichst viel driftest und slidest. Bei einem Wingsuit-Fahrgast musst du an einer bestimmten Stelle stark bremsen, damit er aus dem Taxi fliegt. Danach wird gemessen, wie weit er kommt.

Das ist ziemlich albern, aber genau deshalb passt es zu Crazy Taxi. Die kurzen Dialoge vor solchen Aufgaben sollen die Missionen etwas auflockern. Eine riesige Story braucht das Spiel dafür nicht.

Was noch nervt

Die Demo lief technisch noch nicht sauber. Es gab sichtbare Ruckler. Ein eingesetzter Upscaler sorgte außerdem teils für ein grobes Bild mit Artefakten. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten ist das ein Problem, weil Drifts und schnelle Reaktionen flüssig aussehen und sich direkt anfühlen müssen.

Auch der Look ist noch etwas ungewohnt. Die Deutschlandkarte wirkt stellenweise recht realistisch, während die älteren Teile viel bunter und comichafter waren. Sobald das Taxi aber rutscht und über Abkürzungen springt, fällt das weniger auf.

Was für World Tour geplant ist

Die Demo war nur ein kleiner Ausschnitt. Geplant sind eine Kampagne um Axel und sein gestohlenes Taxi, ein klassischer Arcade-Modus sowie Online-Multiplayer mit plattformübergreifendem Spiel. Die Weltreise soll durch fünf Städte führen. Außerdem sollen Fahrzeuge freigeschaltet und angepasst werden können.

Ob alle Karten über längere Zeit genug gute Routen bieten, kann eine kurze Demo noch nicht zeigen. Das Fahrgefühl macht aber schon jetzt Spaß. Wenn die Technik bis zum geplanten Start im Jahr 2027 besser läuft, könnte Crazy Taxi: World Tour genau das schnelle Arcade-Rennen liefern, das die Reihe braucht.

Über den Autor

Alex Anfänger

Jüngster Autor im GoodGame.Ruhr Team mit frischem Blick auf moderne Gaming-Trends. Spezialisiert auf Battle Royale Games, Esports und die neuesten Gaming-Technologien. Bringt die Perspektive der Gen-Z in unsere Berichterstattung.