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Afterworld-Vorschau: Strategie ohne festen Startpunkt

Dominik
  • 1 Min. Lesezeit

Afterworld setzt nicht auf den üblichen Weg zur Großmacht. Deine Gruppe startet in einem zerstörten Nordamerika, zieht weiter und muss mit dem auskommen, was sie unterwegs findet. Das macht die neue Strategie-Marke von Paradox Interactive vor allem für Spieler interessant, die Planung nicht nur auf einer festen Karte betreiben wollen.

Der Ansatz ist klar: Erst überleben, dann wachsen. Aber der Aufbau einer dauerhaften Siedlung ist offenbar nicht automatisch der beste erste Schritt. Temporäre Lager lassen sich wieder abbrechen. Damit bleibt die eigene Bande beweglich, während Nahrung und andere Ressourcen umkämpft sind.

Erkundung bestimmt den Fortschritt

Der wichtigste Unterschied zum klassischen Technikbaum ist der Ideen-Baum. Fortschritt hängt daran, welche Gebiete du tatsächlich bereist und was deine Gruppe dort entdeckt. Bleibt ein Waldgebiet unbesucht, fehlen auch die dazugehörigen Optionen.

Das kann dem Erkunden echten Nutzen geben. Du bewegst dich dann nicht nur für Beute über die Karte, sondern weil neue Regionen langfristig bestimmen, welche Entwicklung deine Bande nehmen kann. Für Strategiefans ist das spannend, weil sich Runden dadurch stärker voneinander unterscheiden könnten.

Mehr Leute sind Chance und Belastung

Andere Banden sind Konkurrenz, aber nicht zwingend nur ein Ziel für den Angriff. Sie können friedlich oder gewaltsam in die eigene Gruppe aufgenommen werden. Das bringt Arbeitskraft und neue Möglichkeiten, erhöht aber auch sofort den Verbrauch. Mehr Mitglieder bedeuten eben auch mehr Nahrung, die organisiert werden muss.

Zusätzlich formen Entscheidungen die Werte der Gemeinschaft. Kollektive Traumata und seltsame Glaubensrichtungen gehören dabei ausdrücklich zum System. Wer eine Runde spielt, entscheidet also nicht nur über Ressourcen und Grenzen, sondern auch darüber, welche Art von Gesellschaft entsteht.

Konflikte werden kaum vermeidbar sein

Mit den Ancients wartet eine besonders gefährliche Macht auf der Karte. Diese Warlords stammen aus der Zeit vor der Apokalypse und werden durch alte Technik künstlich am Leben gehalten. Zusammenarbeit ist möglich, kann die eigene Gruppe aber in mafiöse Abhängigkeiten bringen.

Alternativ muss der eigene Rat aus besonders starken Mitgliedern funktionieren und die Verteidigung stehen. Gerade hier bleibt noch eine offene Frage: Das Kampfsystem war im gezeigten Build nicht spielbar. Bei einem Spiel, in dem Ressourcen, Gebiete und Fraktionen gegeneinander prallen, wird genau dieser Teil entscheidend sein.

Viele Systeme, hohe Einstiegshürde

Afterworld wirkt schon jetzt nach einem komplexen Strategie-Spiel mit vielen Menüs, Werten und Entscheidungen. Wer neu im Genre ist, wird Zeit brauchen, um Zusammenhänge zu verstehen. Dafür sieht das System nach viel Raum für unterschiedliche Taktiken aus, besonders wenn mehrere Spieler ihre Gruppen gegeneinander oder miteinander führen.

Entscheidend wird sein, ob Erkundung dauerhaft starke Belohnungen liefert und ob die vielen Optionen im Spiel klar genug erklärt werden. Der Grundgedanke passt: Eine wandernde Überlebendengruppe ist taktisch interessanter, wenn Stillstand genauso riskant sein kann wie ein schlechter Angriff. Für 2026 ist laut den Entwicklern noch kein Release geplant.

Über den Autor

Dominik Autor

Von FIFA bis Call of Duty, von Farming Simulator bis Age of Empires – ich liebe Games, bei denen Skill, Planung und Reaktion zählen. Ob auf dem virtuellen Schlachtfeld oder im Stadion: Ich spiele smart, schnell und immer mit Spaß. Let’s play smarter, not harder!