Stuntman: Hollywood will kein klassisches Rennspiel sein. Es geht nicht um die beste Runde gegen Gegner, sondern um einen sauberen Take. Du fährst eine vorgegebene Actionsequenz, triffst Markierungen, weichst Hindernissen aus und versuchst, möglichst viele Stunts präzise zu verbinden.
In vier spielbaren Gamescom-Levels zeigte sich: Das funktioniert schnell und direkt. Die Steuerung ist leicht zu verstehen, doch für hohe Punktzahlen zählen Timing, Fahrzeugkontrolle und eine saubere Linie.
Jede Strecke hat einen festen Ablauf
Explosionen, einstürzende Kulissen und Sprünge sind nicht zufällig. Die Levels folgen einer klaren Choreografie. Beim ersten Versuch reagierst du noch auf Hinweise. Nach mehreren Läufen kennst du die Abfolge und kannst gezielt daran arbeiten, Bremsmanöver, Drifts und Sprünge besser zu setzen.
Das ist der Kern des Spiels. Wer einfach durchkommen will, soll die Szenen nach einigen Versuchen schaffen können. Wer den perfekten Lauf will, muss genauer fahren. Gerade bei riskanten Vorbeifahrten zeigt eine Farbwertung, wie präzise das Manöver war. Grün bringt viele Punkte, Rot bedeutet: gerade noch geschafft.
Hinweise direkt dort, wo sie gebraucht werden
Die Regieanweisungen sind deutlich sichtbarer als in den älteren Teilen der Reihe. Markierungen erscheinen an Fahrzeugen und Objekten in der Umgebung. So erkennst du schneller, ob du ein Ziel rammen, knapp passieren oder ausweichen sollst.
Das senkt die Einstiegshürde spürbar. Trotzdem bleibt das Fahrgefühl wichtig. Die Fahrzeuge sollen sich je nach Filmreihe unterschiedlich verhalten. In der Demo fielen vor allem Motorräder auf, die sich gut für rutschige Kurven und Drifts eignen.
Blockbuster-Szenen statt Rennstrecken
Die Auswahl der Film- und Serienwelten passt zum Konzept. Bestätigt sind Jurassic World, Fast & Furious, Back to the Future, Knight Rider, Miami Vice und Death Race. Die Vorlagen werden nicht exakt nachgebaut, sondern für spielbare Stuntabläufe angepasst.
Im Jurassic-World-Level geht es über eine Dschungelinsel mit Dinosaurier-Kulissen, einem Vulkan und einem Motorrad-Sprung über einen T-Rex. Das ist komplett überzogen, aber genau dafür ist Stuntman gemacht. Auch Fahrzeuge wie der DeLorean oder KITT bieten gute Voraussetzungen für eigene Stuntideen.
Der schwere Modus bleibt wichtig
Die Demo war für erfahrene Spieler offenbar schnell zu bewältigen. Das muss kein Problem sein, denn die Entwickler planen einen deutlich härteren Schwierigkeitsgrad. Dort soll ein kompletter Level in einem einzigen Durchgang gelingen. Keine Wiederholung einzelner Abschnitte, keine Fehler.
Damit könnte Stuntman: Hollywood zwei Gruppen abholen. Neue Spieler bekommen klare Hilfen und verständliche Ziele. Fans der alten Teile können Hilfen reduzieren und auf einen fehlerfreien Run gehen. Entscheidend wird sein, ob die fertige Version genug unterschiedliche Szenen und Gründe für viele Wiederholungen bietet.
Erster Eindruck
Stuntman: Hollywood setzt auf Arcade-Fahren, kontrolliertes Chaos und präzise Abläufe. Die Demo machte klar, dass der Fokus nicht auf realistischer Fahrphysik liegt. Wer aber gerne eine Strecke lernt, seine Linie verbessert und unter Druck sauber fährt, sollte das Spiel im Blick behalten. Die Mischung aus bekannten Filmwelten und dem alten Stuntman-Prinzip hat Potenzial.
Über den Autor
Von FIFA bis Call of Duty, von Farming Simulator bis Age of Empires – ich liebe Games, bei denen Skill, Planung und Reaktion zählen. Ob auf dem virtuellen Schlachtfeld oder im Stadion: Ich spiele smart, schnell und immer mit Spaß. Let’s play smarter, not harder!