LEGO Skylines nimmt sich ein Thema vor, das erstaunlich gut zu den bunten Klemmsteinen passt: eine eigene Stadt wachsen lassen. Der bisher gezeigte Beta-Build setzt dabei nicht auf ständigen Optimierungsdruck, sondern auf ein freundlicheres Tempo und viele Möglichkeiten zum Gestalten.
Ganz ohne Verantwortung geht es trotzdem nicht. Wer baut, muss weiterhin auf sinnvolle Straßen und erreichbare Gebäude achten. Auch Verkehrsengpässe und die Wünsche der Einwohner spielen eine Rolle. Das klingt nach Städtebau, soll aber weniger abschrecken als bei komplexeren Genrevertretern.
Planen ja, Stress möglichst nein
Die Bewohner einer Stadt haben Bedürfnisse. Werden sie nicht erfüllt, sinken die Steuereinnahmen. LEGO Skylines verbindet diese bekannten Systeme aber mit einer Progression, die auch kreatives Bauen belohnt: Erfahrungspunkte gibt es bereits für das Platzieren von Gebäuden.
Das ist ein wichtiger Ansatz für Menschen, die gerne Städte gestalten, aber nicht jede Kreuzung bis ins Detail berechnen wollen. Planung bleibt relevant, doch ein Fehler soll offenbar nicht sofort den Spaß ausbremsen.
Viele Optionen für die eigene Stadt
Besonders deutlich wird der kreative Anspruch bei den Gebäuden. Für Häuser stehen unterschiedliche Stile bereit. Ein Wohnhaus kann etwa modern wirken oder als märchenhafte Villa gestaltet werden. Später soll zusätzlich eine freie Farbwahl verfügbar sein.
Dazu kommen Dekorationen für das Gelände und verschiedene Karten. Praktisch: Bauten sind nicht allein an ein starres Raster gebunden. Auch diagonale Straßen und Gebäude sind möglich. Gerade für Spielerinnen und Spieler, die ihre Stadt persönlicher aussehen lassen möchten, ist das eine gute Nachricht.
Die Steuerung wirkte im bisherigen Build so angelegt, dass der Einstieg schnell gelingt. Das passt zum erklärten Ziel des Teams: Der City-Builder soll leicht verständlich sein und viele Anpassungen erlauben.
Eigene LEGO-Ideen bleiben noch offen
Ein Menüpunkt namens „My Content“ weckt die Hoffnung auf eigene Kreationen. Ob sich damit tatsächlich Modelle Stein für Stein bauen oder Inhalte auf andere Weise erstellen lassen, wurde im Preview-Build aber noch nicht bestätigt. Hier sollten Interessierte also noch nicht zu viel erwarten.
Eine vollständig vertonte Geschichte ist zum Start geplant. Für kreative Baumeister dürfte sie eher Begleitung als Hauptgrund fürs Spielen sein. Für jüngere Spielerinnen und Spieler kann sie dagegen helfen, sich im Spiel zurechtzufinden. Wenn der typische LEGO-Humor trifft, wäre das ein netter Bonus für alle Altersgruppen.
Performance ist der offene Punkt
Der aktuelle Beta-Build lief je nach System noch nicht durchgehend rund. Laut den Verantwortlichen können sich bis zur Veröffentlichung aber noch Designs, Spielmechaniken und die technische Leistung verändern. Einen Termin gibt es bisher nicht.
LEGO Skylines macht bislang einen vorsichtig positiven Eindruck. Es könnte eine gute Einladung für alle werden, die Städtebau mögen, aber beim Planen auch Platz für eigene Ideen brauchen. Entscheidend wird sein, ob die technische Seite bis zum Release mit dem entspannten Baugefühl mithalten kann.
Über den Autor
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