Zurück zu den News
Preview

Deathmaster: Skaven-Schleichen trifft 2D-Erkundung

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Die Skaven bekommen selten die Hauptrolle. Warhammer Age of Sigmar: Deathmaster dreht diese Perspektive um und schickt den Rattenmenschen Vihneek durch eine verdreckte Unterwelt voller rivalisierender Clans, Wachen und tödlicher Fallen.

Die gezeigte, rund 30-minütige Demo legt den Schwerpunkt klar auf Heimlichkeit und Erkundung. Statt Gegner fair zu bekämpfen, soll Vihneek Wege suchen, Sichtlinien umgehen und die Umgebung gegen seine Verfolger einsetzen.

Eine Ratte bewegt sich anders

Der wichtigste Unterschied zu vielen anderen 2D-Side-Scrollern liegt in der Fortbewegung. Vihneek kann an den meisten Wänden und Decken entlanglaufen. Dadurch werden Räume nicht nur von links nach rechts gelesen, sondern auch nach oben und unten. Höhere Vorsprünge, schmale Verstecke und alternative Routen gehören sichtbar zum Levelaufbau.

Das sorgt für einen Erkundungsrhythmus, der an Hollow Knight erinnert: Räume wirken verschachtelt, und ein kurzer Stopp kann zeigen, wo der nächste Ausgang oder eine versteckte Belohnung liegt. Das Plattforming soll bislang nicht extrem präzise sein. Wichtiger ist, die Umgebung aufmerksam zu prüfen.

Schleichen statt frontalem Kampf

Zu Beginn ist Vihneek nahezu wehrlos. Bewaffnete Wachen bedeuten bei direktem Kontakt sofortiges Scheitern, gefolgt vom Neustart am Eingang des aktuellen Bereichs. Entdeckte Gegner können zudem Geschosse auf erhöhte Positionen werfen.

Um das zu vermeiden, stehen mehrere Werkzeuge bereit: Vorhänge als Versteck, abschaltbare Lichter und Schädel als Wurfobjekte für Ablenkungen. Ein Instinkt-Modus macht Sichtkegel der Gegner und nutzbare Objekte sichtbar. So lassen sich etwa Kisten von einem Kran lösen, um Wachen auszuschalten.

Später erhält Vihneek eine einfache Nahkampfwaffe. Angriffe aus dem Hinterhalt beseitigen normale Gegner schnell, doch Laufen und Sprünge erzeugen Lärm. Das Spiel belohnt also weiterhin Vorsicht. Jeder Abschnitt wird eher zu einem kleinen Planungsproblem: Wer wird abgelenkt, welche Falle hilft weiter und welcher Weg bleibt ungesehen?

Warpstein für neue Tricks

Optional versteckter Warpstein liefert zusätzliche Fertigkeitspunkte. Nach der Aufnahme als Night Runner kommt ein Enterhaken hinzu, der zuvor unerreichbare Stellen öffnet. Weitere Fähigkeiten sollen unter anderem leisere Schritte und Rauchbomben umfassen. In der Demo konnten diese Upgrades noch nicht vollständig ausprobiert werden.

Diese Struktur passt gut zum Skaven-Thema. Vihneek bleibt verwundbar, kann mit wachsendem Arsenal aber zunehmend Situationen zu seinen Gunsten drehen. Ein gezeigter Kampf gegen einen Stormvermin folgt derselben Idee: Nicht Kraft entscheidet, sondern die Nutzung einer Warpstein-betriebenen Blitzkanone in der Arena.

Die Geschichte bleibt noch offen

Vihneek startet als Gefangener in einer Leichengrube und wird von anderen Skaven als „Halbratte“ verspottet. Warum er dort gelandet ist und was es mit seinem leuchtenden, an seinem Schwanz befestigten Anhang auf sich hat, beantwortet der kurze Ausschnitt noch nicht. Auch sein erster Auftrag, ein Gnawhole eines rivalisierenden Clans auszuschalten, endet vor dem Ziel.

Gerade die inneren Konflikte der Skaven könnten dem Spiel eine passende Grundlage geben. Die bisher gezeigte Gewalt richtet sich vor allem gegen andere Rattenmenschen, und Verrat gehört hier offenbar zum Alltag.

Ein vielversprechender Richtungswechsel

Deathmaster wirkt nach dem gezeigten Material nicht wie ein Spiel über offene Schlachten, sondern über Geduld, Wege und schmutzige Tricks. Der dunkle, schmutzige Grafikstil bleibt dabei offenbar gut lesbar. Ob Handlung und langfristige Entwicklung mithalten, lässt sich nach einer so kurzen Demo noch nicht beurteilen.

Die Kombination aus vertikaler Bewegung, Erkundung und Stealth hat aber ein klares Profil. Warhammer Age of Sigmar: Deathmaster soll 2027 erscheinen.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.