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Final Fantasy Resonance: Mehr als ein Brave-Exvius-Remix

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Final Fantasy Resonance hatte einen schwierigen ersten Eindruck: Die Verbindung zum Mobile-Spiel Brave Exvius ließ schnell an einen einfachen Konsolenport denken. Die bislang gezeigte Spielsession zeichnet aber ein anderes Bild. Resonance nutzt die Vorlage offenbar als Ausgangspunkt und setzt auf ein eigenständiges Rollenspiel im HD-2D-Stil.

Besonders für Fans der klassischen Teile ist das interessant. Weltkarte, Dungeons, Zufallskämpfe und rundenbasierte Gefechte greifen bewusst alte Final-Fantasy-Bausteine auf. Gleichzeitig sollen bekannte Figuren aus mehreren Serienteilen eine wichtige Rolle spielen.

Ein Auftrag rund um die Kristalle

Im Mittelpunkt steht Rain, Kommandant eines Luftschiffs. Ein geheimnisvoller Ritter bedroht das Königreich Grandshelt, zerstört dessen magische Kristalle und greift den König an. Rain verhindert das Attentat, muss danach aber weitere Kristallverluste verhindern und den Angreifer verfolgen.

Der Einstieg führt auf eine Weltkarte und schließlich zum Windschrein. Der Dungeon bleibt überwiegend geradlinig, bietet aber kleinere Abzweigungen mit Truhen, Ressourcen und Ausrüstung. Das klingt vertraut, kann für ein klassisch angelegtes JRPG aber genau die richtige Struktur sein.

Serienfiguren ohne Gacha-System

Eine zentrale Rolle spielen die sogenannten Visionen. In der gezeigten Fassung schließen sich unter anderem Noctis aus Final Fantasy XV, Cloud aus Final Fantasy VII, Terra aus Final Fantasy VI und Zidane aus Final Fantasy IX der Gruppe an.

Im Mobile-Vorbild waren diese Figuren über ein Gacha-System erhältlich. Resonance streicht dieses Prinzip. Wie die Charaktere stattdessen freigeschaltet werden, wurde noch nicht vollständig gezeigt. Entscheidend ist aber: Die bekannten Heldinnen und Helden sollen nicht an Zufallsziehungen hängen.

Rundenkämpfe mit klarer Planung

Die Kämpfe laufen klassisch rundenbasiert ab. Eine Zeitleiste zeigt, wer als Nächstes handelt. Angriffe, Magie und Gegenstände bilden die Grundauswahl, während die Visionen zusätzliche Fähigkeiten mitbringen.

Wichtig wird das Ausnutzen gegnerischer Schwächen. Wer passend angreift, verursacht nicht nur mehr Schaden, sondern kann Gegner auch ins Taumeln bringen. Daraus entstehen Bonusrunden. Ist die gegnerische Gruppe kampfunfähig, folgt ein Resonanz-Angriff mit einem ausgewählten Final-Fantasy-Helden.

Gerade beim Boss am Ende der Demo musste die Zusammenstellung der Visionen offenbar stimmen. Eiszauber, Esper-Unterstützung und individuelle Limit Breaks waren dort keine bloße Show, sondern Teil der nötigen Taktik.

Zufallskämpfe mit sichtbarer Warnung

Resonance setzt wieder auf Zufallskämpfe. Das ist eine Entscheidung, die bei Rollenspiel-Fans weiter polarisiert. Eine Anzeige auf der Minikarte signalisiert aber, wann die nächste Begegnung näher rückt. In der gezeigten Stunde wirkte die Häufigkeit der Kämpfe kontrolliert und nicht aufdringlich.

Ob diese Balance über ein komplettes Abenteuer trägt, muss die Vollversion zeigen. Für die Vorschau bleibt festzuhalten: Das System soll nicht einfach alte Gewohnheiten kopieren, sondern ihnen wenigstens etwas mehr Transparenz geben.

HD-2D passt erstaunlich gut zu Final Fantasy

Optisch verbindet Resonance Pixel-Figuren im Stil der 16-Bit-Ära mit modernen Licht- und Zaubereffekten. Die Kämpfe profitieren sichtbar davon, vor allem bei Limit Breaks und Resonanz-Angriffen. Auch die ersten Musikstücke machten einen vielversprechenden Eindruck.

Nach dem gezeigten Material wirkt Final Fantasy Resonance nicht wie ein nachträglich aufgehübschtes Mobile-Spiel. Es könnte vielmehr eine Lücke füllen, die viele Serienfans seit Jahren sehen: ein neues, traditionelles Final Fantasy mit klarer Rückbindung an die Pixel-Ära. Die Vollversion erscheint am 22. Oktober 2026 für PlayStation 5, Xbox Series, Nintendo Switch 2 und PC via Steam.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.