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GTA 6: Kriminalprofil soll bei extremer Gewalt zerbrechen

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Grand Theft Auto 6 soll ein Kriminalprofil besitzen, das die Taten der Spielfiguren einordnet. Nach Angaben aus einer nicht öffentlichen Vorab-Präsentation geht es dabei nicht schlicht um die Zahl besiegter Personen, sondern um den Kontext einer Tat.

Ein besonders radikaler Spielstil könnte eine eigene Konsequenz haben: Die Anzeige soll unter extremen Umständen „zerbrechen“. Dann würde das Spiel das Verhalten offenbar nicht weiter bewerten. Offiziell bestätigt sind die Details bislang nicht.

Vier Stufen für den Umgang mit Gewalt

Dem Bericht zufolge beginnt das System bei „Professional“ und führt über „Aggressive“ und „Violent“ bis zu „Psycho“. Die Bezeichnungen deuten darauf hin, dass GTA 6 zwischen kontrolliertem kriminellem Handeln und grundloser Eskalation unterscheiden möchte.

Ein Überfall liefert das passende Beispiel: Wenn eine Person im Laden zurückschießt, soll ein Gegenangriff das Profil nicht verschlechtern. Wer dagegen wehrlose Angestellte ohne Anlass angreift, bewegt sich demnach in Richtung der unteren Stufen.

Das System soll kein Zwang sein

Interessant ist der gemeldete Umgang mit Spielern, die dieses System bewusst ignorieren. Rockstar soll vermeiden wollen, dass sich ein kompromissloser Spielstil wie eine dauerhafte Strafe anfühlt. Hinweise zum Status des Kriminalprofils sollen sich zudem abschalten lassen.

Das wäre ein pragmatischer Ansatz für eine Reihe, die seit jeher sehr unterschiedliche Spielweisen zulässt. Wer geplant vorgeht, bekommt offenbar eine zusätzliche Rückmeldung. Wer Chaos bevorzugt, soll trotzdem nicht ständig durch Einblendungen aus dem Spielfluss gerissen werden.

Jason und Lucia sollen getrennt bewertet werden

Jason und Lucia sollen jeweils ein eigenes Kriminalprofil haben. Dadurch könnte man beide Figuren unterschiedlich anlegen, etwa eine Figur kontrollierter und die andere deutlich rücksichtsloser spielen.

Unklar bleibt, welche Folgen das für Missionen, Handlung oder mögliche Enden hat. Auch die gemeldete Beziehungsanzeige zwischen Jason und Lucia wirft diese Frage auf. Sie soll erfassen, wie sich die Handlungen der Spieler auf ihre Beziehung auswirken. Erst das fertige Spiel wird zeigen, ob diese Anzeigen vor allem Orientierung geben oder tatsächlich spürbare Entscheidungen auslösen.

Warum der Kontext wichtiger ist als ein Balken

Ein System, das zwischen Selbstverteidigung, Gegenwehr und willkürlicher Gewalt unterscheidet, wäre für GTA 6 mehr als eine reine Moralwertung. Es könnte den offenen Spielraum der Reihe mit einer nachvollziehbaren Reaktion der Spielwelt verbinden. Entscheidend wird sein, wie klar das Spiel solche Situationen erkennt und ob die Unterschiede im Spielverlauf sichtbar werden.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.