Metro 2039 will offenbar kein Shooter sein, der jeden Schritt erklärt. In der gezeigten drei- bis vierstündigen Demo stand Überleben im Mittelpunkt: Die Gasmaske braucht neue Filter, Ressourcen liegen nicht einfach offen herum und außerhalb der Metro kann fast jede Begegnung tödlich enden.
Das klingt vertraut für die Reihe, wirkt hier aber besonders konsequent. Die Vorschau beschreibt eine Welt, in der Erkundung nicht nur Kulisse ist. Wer Gebäude und Winkel gründlich durchsucht, findet Material für Medizin, Munition und die dringend benötigten Filter.
Die Luft wird zum Zeitlimit
Auf der Oberfläche zählt die Armbanduhr sichtbar bis zum Ende des aktuellen Maskenfilters herunter. Das setzt den Streifzügen einen klaren Druck auf. Eine grobe Karte auf einem Tablet zeigt zwar das nächste Ziel, den Weg dorthin und die nötigen Umwege müssen Spieler aber selbst finden.
Die Station Sevastopolskaya dient dabei als seltener sicherer Ausgangspunkt mit Bewohnern und Händlern. Sobald die Reise nach draußen geht, warten mutierte Kreaturen und feindliche Überlebende. Genannt werden unter anderem große Ratten, stachelwerfende Bestien, Insekten und Kreaturen aus dem Abwasser.
Basteln soll direkt ins Spiel eingreifen
Ressourcen haben in Metro 2039 einen praktischen Zweck. Aus Fundstücken lassen sich unter anderem Medkits, Munition und Maskenfilter herstellen. Das Arsenal soll ebenfalls anpassbar sein: Zielfernrohre, Griffe und Mündungen können an Waffen montiert werden.
Besonders wichtig bleibt die Munitionsverwaltung. Verschiedene Patronentypen, darunter Brand- und panzerbrechende Geschosse, sollen situationsabhängig helfen. Wurfmesser erlauben leise Angriffe und können nach einem Treffer wieder eingesammelt werden. Molotowcocktails gewinnen laut Vorschau gegen stärkere Gegner an Wert.
Kein langer Leerlauf zwischen den Kämpfen
Die Demo wechselte mehrfach ihren Rhythmus. Auf offene Wege an der Oberfläche folgten Schleichpassagen, Kämpfe aus der Distanz und enge Bereiche unter der Erde. Ein Abschnitt setzte auf ein Scharfschützengewehr gegen die Fraktion Novoreich, ein anderer auf lautloses Vorgehen durch Lüftungsschächte und Deckungskämpfe nach einem missglückten Messerwurf.
Unterirdisch kann die Maske abgelegt werden, weil die Luft dort sauber genug sein soll. Das spart Filter und verschiebt den Fokus auf menschliche Gegner in engen Räumen. Die Vorschau hebt dabei auch Umgebungsrätsel hervor: UV-Licht macht Hinweise auf Böden und Wänden sichtbar. Diese optionalen Aufgaben sollen sich durch nützliche Ressourcen lohnen.
Bedrohlich, aber noch nicht final beurteilbar
Optisch hinterlässt Metro 2039 nach den vorliegenden Eindrücken einen starken Eindruck. Die zerstörten Schauplätze sollen detailreich und bewusst handgebaut wirken. Zur technischen Leistung lässt sich aus dieser Fassung aber noch kein belastbares Urteil ableiten: Gespielt wurde remote über GeForce Now, zudem handelte es sich um eine Vorabversion.
Die gezeigten Stunden machen dennoch klar, wohin die Reise geht. Metro 2039 verbindet Ressourcenknappheit, freie Routenwahl und unterschiedliche Kampfsituationen zu einem Shooter, der Aufmerksamkeit fordert. Wenn die fertige Version diese Dichte über längere Zeit hält, könnte der geplante Februar 2027 für Fans harter Einzelspieler-Shooter sehr interessant werden.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
