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Black Flag Resynced: Das Remake setzt auf Fanwünsche

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Assassin’s Creed Black Flag Resynced wirkt nicht wie ein schneller Grafik-Aufguss. Ubisoft spricht von einem Neuaufbau auf der aktuellen Anvil-Engine, mit moderner Optik, neuem Wettersystem und klaren Eingriffen in alte Systeme.

Spannend ist daran weniger, dass Black Flag zurückkommt. Das war nach den vielen Leaks kaum noch eine Überraschung. Spannend ist, welche alten Reibungspunkte Ubisoft anfassen will, ohne aus dem Piraten-Abenteuer ein Rollenspiel zu machen.

Ein Remake statt Hochglanz-Patch

Das ursprüngliche Assassin’s Creed Black Flag erschien 2013. Resynced soll am 9. Juli erscheinen, also rund 13 Jahre später. Laut den offiziellen Informationen wurde das Spiel von Grund auf neu gebaut. Es geht damit nicht nur um schärfere Texturen oder bessere Beleuchtung.

Für Fans ist das wichtig. Black Flag lebt stark von seiner Stimmung auf See, von Städten, Inseln und Wetterwechseln. Wenn das neue Wettersystem sauber greift, kann gerade die Seefahrt deutlich mehr Gewicht bekommen.

Kämpfe mit klareren Grenzen

Das Kampfsystem bleibt näher am alten Black Flag als an den späteren Rollenspiel-Teilen der Reihe. Gleichzeitig sollen die Kämpfe beweglicher und etwas fordernder werden.

Angriffe und Ausschaltungen lassen sich weiterhin verketten. Diese Ketten sollen aber nicht mehr endlos laufen. Das klingt nach einer sinnvollen Bremse. Das Original konnte schnell sehr leicht werden, sobald man den Rhythmus im Nahkampf verstanden hatte.

Neue HUD-Elemente in den unteren Bildschirmecken sollen außerdem Fähigkeiten und Items besser sichtbar machen. Das ist keine riesige Neuerung, kann im Kampf aber helfen, schneller die richtige Entscheidung zu treffen.

Schleichen wird weniger nervig

Beim Schleichen geht Ubisoft einen anderen Weg. Resynced soll mehr Freiheit geben und weniger hart bestrafen. Die wichtigste Änderung: Edward kann sich überall ducken. Du bist also nicht mehr so stark an hohes Gras oder feste Schleichbereiche gebunden.

Noch wichtiger für viele alte Spieler: Wird man in einer heimlichen Mission entdeckt, führt das nicht mehr automatisch zum Neustart. Statt einer Desynchronisierung kommt es zum Kampf. Das nimmt Druck aus Missionen, die früher oft wegen kleiner Fehler wiederholt werden mussten.

Mehr Missionen, mehr Leute an Bord

Auch die Story-Struktur wird erweitert. Ubisoft nennt mehr Missionen und neue Quests. Dazu kommen drei neue rekrutierbare Charaktere, die Vorteile für das eigene Schiff bringen.

Ein Beispiel ist Dead Man Smith. Er kann beim Feuern einer Breitseite einen Doppelschuss ermöglichen. Was die anderen beiden neuen Figuren genau leisten, ist noch nicht bekannt.

Die Seeschlachten bekommen mehr Tiefe

Black Flag steht und fällt mit seinem Schiff. Deshalb sind die Änderungen auf See fast wichtiger als viele Land-Details. Jede Bordwaffe soll in Resynced einen alternativen Feuermodus erhalten. Dadurch könnten Gefechte gegen andere Schiffe taktischer werden.

Dazu passen die neuen Offiziere mit ihren Kampffähigkeiten. Wenn Ubisoft diese Systeme nicht überlädt, kann daraus eine gute Erweiterung der alten Seeschlachten werden.

Für die Stimmung gibt es ebenfalls Nachschub. Es sollen mehr Shantys ins Spiel kommen, die alte Auswahl bleibt aber erhalten. Außerdem kann man eine Katze oder einen Affen mit auf See nehmen. Das ist kein Kernsystem, aber genau die Art Detail, die bei Black Flag hängen bleibt.

Kein Multiplayer, keine DLC-Pläne

Ubisoft stellt außerdem klar: Für Black Flag Resynced sind keine DLCs und kein Multiplayer geplant. Der Fokus liegt auf dem überarbeiteten Hauptspiel.

Wer lieber beim Original bleibt, verliert es nicht. Die Version von 2013 soll weiterhin bestehen bleiben und auch nach dem Start des Remakes kaufbar sein.

Für mich klingt Resynced bisher nach einem vorsichtigen, aber nicht mutlosen Remake. Die großen Baustellen sind klar gewählt: weniger Frust beim Schleichen, etwas mehr Anspruch im Kampf, mehr Optionen auf See. Ob das am Ende trägt, hängt von der Umsetzung ab. Auf dem Papier geht Ubisoft aber genau an die Stellen, die Black Flag heute am stärksten altern lassen.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.